Eine WDR-Dokumentation zeigt, wie Deepfakes mit dem Gesicht von Eckart von Hirschhausen zur Betrugsmasche werden, indem sie seine Identität für gefälschte Werbung missbrauchen. Von Hirschhausen fordert klare Regeln gegen diesen Identitätsdiebstahl, der gesundheitliche Risiken birgt.
Dokumentation beleuchtet Deepfake-Betrug mit Eckart von Hirschhausen

Eckart von Hirschhausen ist im Internet über 2.000 Mal als Fälschung vertreten. Eine neue Dokumentation des WDR zeigt die Hintergründe und die Methoden, die von Betrügern verwendet werden.
In der Doku wird aufgezeigt, dass von Hirschhausen im Netz für Produkte wie Abnehmspritzen, Herzmedikamente und Potenzmittel wirbt, obwohl er dies nie getan hat. Die Produktion beleuchtet, wie eine international agierende Betrugsindustrie sein Gesicht und seine Stimme für täuschend echte KI-generierte Videos missbraucht.
Von Hirschhausen äußert sich zu den Auswirkungen dieser Fälschungen: „Mich gibt es genau einmal. Im Netz als Fake aktuell über 2.000 Mal. Das ist tausendfacher Rufmord, Identitätsdiebstahl und psychisch sehr belastend bis traumatisierend.“ Diese Problematik wird in der 45-minütigen WDR-Dokumentation „Hirschhausen und die Deepfake-Mafia“ behandelt, die die Strukturen dieser Betrugsmasche von Deutschland über Bulgarien bis Brasilien aufdeckt. Besonders interessant ist, dass Familiengeschichte entschlüsseln: Zugang zu NSDAP-Daten ermöglicht neue Einblicke bietet, um ähnliche Fälle zu verstehen.
In Brasilien trifft von Hirschhausen einen Whistleblower, der angibt, in einem Callcenter gearbeitet zu haben, das deutschen Kunden angebliche Wundermittel verkauft. Besonders besorgniserregend ist die Empfehlung an die Opfer, ihre regulären Medikamente abzusetzen, was als hochgradig gesundheitsgefährdend und kriminell eingestuft wird.
Eine Straßenumfrage im Film verdeutlicht, wie weit der Identitätsdiebstahl reicht: Ein Passant erkennt von Hirschhausen nicht aufgrund seiner Tätigkeit als Moderator, sondern wegen einer gefälschten Werbebotschaft, die er gerade ausprobiert. Neben von Hirschhausen sind auch andere Persönlichkeiten wie Moderator Ingo Zamperoni und Ernährungsmediziner Matthias Riedl von Deepfakes betroffen.
Von Hirschhausen fordert klare Maßnahmen gegen diese Praktiken: „Wir brauchen verbindliche Regeln für Plattformen – und zwar mit echter Haftung, Durchsetzung und Strafen bei Verzögerung sowie einer einfachen Möglichkeit für jeden, die Verstöße anzuzeigen.“ Die WDR-Intendantin Dr. Katrin Vernau ergänzt, dass Deepfakes gefährlich, verstörend und manipulativ sein können und die Dokumentation die Notwendigkeit von Aufklärung verdeutlicht.
Die Doku „Hirschhausen und die Deepfake-Mafia“ ist seit dem 1. Mai in der ARD Mediathek verfügbar und wird am Montag, dem 4. Mai, um 20.15 Uhr im Ersten ausgestrahlt. Die Produktion stammt von der Bilderfest GmbH im Auftrag des WDR aus Köln.
Quellen: t-online
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Bildquelle: ai-generated-gemini








