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Droht wegen Corona ein Obst- und Gemüse-Mangel?

In der Corona-Krise haben viele Menschen mehr Zeit, um selbst zu kochen. Sie greifen deshalb besonders gerne zu frischem Obst und Gemüse. Doch wie sieht es mit der Versorgung aus? Es drohen wegen verschärfter Einreisebedingungen leere Regale.

Foto: Depositphotos

In der Corona-Krise haben viele Menschen mehr Zeit, um selbst zu kochen. Sie greifen deshalb besonders gerne zu frischem Obst und Gemüse. Doch wie sieht es mit der Versorgung aus? Es drohen wegen verschärfter Einreisebedingungen leere Regale.

Man will etwas für seine Gesundheit tun und greift verstärkt zu frischen und hochwertigen Produkten. Doch durch die härtere Corona-Einreiseverordnung sieht der Deutsche Fruchthandelsverband die Versorgung aus dem Ausland nun allerdings gefährdet. „Wir befürchten durch die verschärften Einreisebedingungen einen Engpass“, sagte Geschäftsführer Andreas Brügger gegenüber  der „Tagesschau“.

Deutschland kann sich nicht alleine mit Gemüse und Obst versorgen, sondern ist auf Einfuhren angewiesen. 80 Prozent des Obstes und 60 Prozent des Gemüses stammen aus anderen Ländern. Ein bedeutender Hauptlieferant sei beispielsweise Spanien – seit Sonntag überraschend als Hochinzidenzgebiet mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von deutlich über 200 eingestuft.

„In Hochinzidenzgebieten ist eine Anmeldung der Lkw-Fahrer sowie ein PCR-Test nötig“, erklärt der Geschäftsführer des Fruchthandelsverbands, Andreas Brügger. Eine Ausnahme für die Testpflicht gebe es bei einem Aufenthalt von weniger als 72 Stunden. Das Problem: Sollte ein Land unter die Virusvarianten-Gebiete fallen, gelte selbst diese Regel nicht mehr.

Für einen unserer wichtigsten Obst- und Gemüselieferanten Spanien kann schnell der Ernstfall eintreten. Bereits am Montag erklärte das Robert Koch-Institut Nachbarland Portugal zu solch einem Gebiet, in dem mit einem besonders hohen Infektionsrisiko durch ein häufiges Auftreten bestimmter Virusvarianten gerechnet wird. „Falls es so kommt, gehen wir von riesigen Schlangen an den Grenzübergängen aus“, so der Geschäftsführer des Fruchthandelsverbands. Jeder Fahrer müsse dann vor Ort einzeln kontrolliert werden. Da Frischware aber schnell verdirbt, muss der Transport schnell erfolgen, ansonsten drohe ein Engpass.

„Insgesamt sind die Einkaufsmengen von Lebensmitteln gestiegen, weil die Restaurants zeitweise geschlossen waren und die Menschen mehr kochen“, erklärt Hans-Christoph Behr, Abteilungsleiter Gartenbau bei der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft. Die Einkaufsmenge von Gemüse stieg demnach im vergangenen Jahr um zehn Prozent. Bei Obst waren es 3,5 Prozent. In einzelnen Monaten fiel das Plus noch höher aus. Alleine im Dezember ist die Menge von Obst laut GfK um 15 Prozent nach oben geklettert.

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