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Eberl mauert bei Müller: Spreche mit, nicht über Thomas

Endet die Ära des Spielers Thomas Müller am Saisonende beim FC Bayern? Alles deutet darauf hin. Der Sportvorstand mag Erklärungen erst liefern, wenn die Entscheidung verkündet ist.

Thomas Müller ist im Bayern-Trikot nur noch selten am Ball zu sehen.
Foto: Sven Hoppe/dpa

Max Eberl, der Sportvorstand, gibt keine klare Antwort auf die Frage nach der Zukunft der Vereinslegende Thomas Müller beim FC Bayern München. Vor dem Bundesliga-Spiel des Tabellenführers am Freitag (20.30 Uhr/DAZN) beim FC Augsburg äußerte sich der 51-Jährige nicht eindeutig dazu, ob der 35-jährige Müller im Sommer definitiv keinen neuen Vertrag mehr erhalten wird.

«Ich werde hier nicht über Thomas sprechen, wir reden mit Thomas. Wenn wir eine Entscheidung getroffen haben, dann geht es nach draußen – und dann wird man es erklären», sagte Eberl. Das Thema werde aktuell «medial sehr getrieben», kommentierte Eberl. Der «Kicker» hatte berichtet, dass der am Saisonende auslaufende Vertrag nicht mehr verlängert werde. 

«Dankbarkeit ist immer da»

Eberl missfällt das «Vorwegnehmen» von Entscheidungen und Bewertungen durch Medien und Experten vor einer offiziellen Verlautbarung seitens des Vereins oder des Spielers. «Thomas Müller ist eine besondere Personalie. Es ist nicht irgendein Spieler, sondern ein großer Spieler des FC Bayern», sagte Eberl. Vorwürfe, es fehle an Dankbarkeit seitens des FC Bayern gegenüber dem Ur-Bayern Müller, wies Eberl zurück. 

«Dankbarkeit ist immer da», sagte der Sportvorstand auch mit Blick auf die beim Rekordmeister hoch dotierten Verträge. «Thomas ist eine ganz spezielle Situation. Ich habe schon einige Spieler gehabt, die eine große Ära geprägt haben, wo man irgendwann gemeinschaftlich sagen muss, okay, vielleicht ist es irgendwann vorbei. Aber das tun wir dann, wenn es so seit ist», sagte Eberl.

Müller hat seine gesamte Laufbahn als Profi beim FC Bayern verbracht und ist mit über 700 Spielen Rekordspieler des Vereins. Unter Trainer Vincent Kompany spielt er jedoch nur noch eine untergeordnete Rolle auf dem Spielfeld.

Eberl äußert sich zu Kritik 

An Eberl entzündet sich im Zuge der vielfältigen Vertragsverlängerungen beim FC Bayern und nun auch in der Causa Müller immer wieder Kritik. Auch dazu äußerte sich der 51-Jährige. «Kritik habe ich viel bekommen, seitdem ich beim FC Bayern bin.» Er kriege sie «aber gar nicht so mit», behauptete der seit einem Jahr amtierende Sportvorstand.

dpa