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Ebola-Infektion: US-Bürger wird nach Deutschland verlegt

Ein US-Amerikaner, der im Kongo mit dem Ebola-Virus infiziert ist, wurde nach Frankfurt gebracht. Die Universitätsklinik behandelt den Patienten, während im Kongo die Fallzahlen weiter steigen und bereits Hunderte von Opfern zu beklagen sind.

Ebola-Virus: Infizierter US-Amerikaner aus dem Kongo in Uniklinik Frankfurt
KI-generiert

Was als Nächstes zu erwarten ist: Das Ebola-Virus breitet sich weiterhin im Kongo aus, wo bereits zahlreiche Menschenleben verloren gingen. In diesem kritischen Zusammenhang wurde ein US-amerikanischer Staatsbürger, der sich mit dem Virus angesteckt hat, in der Nacht auf Montag nach Deutschland geflogen. Der Patient kam am Frankfurter Flughafen an und wurde sofort in die Universitätsklinik gebracht, bestätigte ein Sprecher des Bundesministeriums für Gesundheit.

Aktueller Stand: Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde CDC machte zunächst keine Angaben zum Alter oder Geschlecht des Patienten. Es wurde jedoch bekannt, dass die Person für eine humanitäre Organisation im Kongo tätig war und positiv auf die Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus getestet wurde. Laut Berichten der Universitätsklinik Frankfurt zeigt der Patient „entsprechende Krankheitssymptome“.

Hintergrund zur Ebola-Übertragung und Behandlung

Ebola-Fieber ist eine stark ansteckende und potenziell tödliche Erkrankung, die durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen wird. Der gegenwärtige Ausbruch im Kongo gestaltet sich besonders herausfordernd, da für die Bundibugyo-Variante bislang kein Impfstoff oder spezifische Behandlung verfügbar ist. In der Regel werden für den Transport von Patienten, die an Ebola erkrankt sind, spezielle Flugzeuge genutzt. In Deutschland erfolgt die Behandlung in isolierten Sonderstationen, um das Ansteckungsrisiko für andere Patienten und die Bevölkerung zu reduzieren.

Das Bundesgesundheitsministerium hat betont, dass von dem aktuellen Fall keine Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht. Die Frankfurter Universitätsklinik hat bereits Erfahrung im Umgang mit Ebola-Patienten, da sie 2014 einen belgischen Kinderarzt behandelte, der ebenfalls an Ebola erkrankt war und nach erfolgreicher Behandlung das Krankenhaus verlassen konnte.

Frühere Ebola-Fälle in Deutschland

Der US-Bürger ist der zweite Amerikaner in kurzer Zeit, der wegen einer Ebola-Infektion in Deutschland behandelt wird. Zuvor wurde am 20. Mai ein US-Arzt in der Berliner Charité aufgenommen, dessen Zustand zeitweise kritisch war. Er konnte die Klinik am 6. Juni ohne Symptome verlassen, was als großer Erfolg angesehen wird. Die Charité betonte, dass ihre Sonderisolierstation eine entscheidende Rolle bei der Behandlung von hochpathogenen Infektionen spielt.

Im Kongo sind mittlerweile rund 650 Todesfälle durch Ebola bestätigt, und mindestens 1.830 Menschen sind infiziert. Gesundheitsexperten warnen, dass die Fallzahlen bei diesem Ausbruch schneller steigen als in früheren Epidemien.



Quellen: t-online, tagesschau

Ronny Winkler