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Ehemaliger Torwart des 1. FC Köln Manfred Manglitz verstorben

Manfred Manglitz, ehemaliger Torwart des 1. FC Köln und Nationalspieler, ist im Alter von 86 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben. Er war bekannt für seine sportlichen Erfolge, geriet jedoch 1971 in den Bundesliga-Skandal und wurde lebenslang gesperrt.

Köln: Früherer FC-Torwart Manfred Manglitz ist tot
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Köln trauert um Manfred Manglitz, einen der bekanntesten Torhüter des Vereins. Der gebürtige Kölner und frühere Schlussmann des 1. FC Köln ist im Alter von 86 Jahren verstorben. Dies gab sein langjähriger Verein MSV Duisburg bekannt. Manglitz starb am Montag nach einer kurzen, schweren Krankheit.

Karriere und Skandal

Während seiner Zeit beim 1. FC Köln erlebte Manglitz eine dramatische Wende in seiner Karriere. Im Jahr 1971 war er in den Bundesliga-Skandal verwickelt, was zu einer lebenslangen Sperre führte. Obwohl er 1974 begnadigt wurde, konnte er nicht mehr in die Bundesliga zurückkehren, in der er insgesamt 257 Spiele für den 1. FC Köln und den MSV Duisburg absolviert hatte. Die Nachricht über seinen Tod erinnert auch an die Kölner Musiklegende Hardy Schuster, die ebenfalls kürzlich verstorben ist.

Einzigartige Leistungen und Spitzname

Manglitz hinterließ auch sportlich seine Spuren. Er war der erste Torhüter in der Bundesliga, der ein Tor erzielte. Dies geschah im Juni 1967, als er für den MSV Duisburg einen Elfmeter gegen Borussia Mönchengladbach verwandelte. In einem Interview erinnerte er sich an die Situation: „Zehn Minuten vor dem Ende bekamen wir dann einen Elfmeter, und das ganze Volk schrie ‚Cassius‘, weil es an diesem Tag eh nicht viel zu lachen hatte. Also bin ich Verrückter hin und habe den Elfer versenkt.“

Nationalmannschaft und Charakter

Zwischen 1965 und 1970 war Manglitz Teil der deutschen Nationalmannschaft und gehörte zum Aufgebot für die Weltmeisterschaft 1970 in Mexiko, kam jedoch nicht zum Einsatz. Er führte die geringe Anzahl seiner Länderspiele auf seinen Charakter zurück: „Ich war immer jemand, der frank und frei seine Meinung gesagt hat. Immer ehrlich, aber auch an Stellen, an denen andere den Mund gehalten haben.“ Diese Offenheit könnte ihm in seiner Karriere geschadet haben, insbesondere im Verhältnis zu Helmut Schön, dem damaligen Bundestrainer.

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Quellen: t-online, n-tv

Bildquelle: depositphotos

Ronny Winkler