Ehlers/Wickler kämpfen um Bronzemedaille nach Niederlage gegen Schweden. Trotz Enttäuschung: "Es gibt noch ein Spiel, nichts zu verlieren."
Deutsche Beach-Volleyballer verlieren WM-Halbfinale in Adelaide

Die Beach-Volleyballer Nils Ehlers und Clemens Wickler haben ihr Halbfinale bei der Weltmeisterschaft verloren und treten nun in Adelaide um die Bronzemedaille an. Das Duo aus Hamburg unterlag in einem Revanche-Match für das verlorene Olympia-Finale von Paris mit 0:2 (10:21, 14:21) gegen die Schweden David Ahman und Jonatan Hellvig. Es war die 14. Niederlage im 15. Duell mit den Olympiasiegern für Ehlers/Wickler.
«Das ist gerade eine sehr große Enttäuschung», sagte der 30 Jahre alte Wickler im NDR: «Nicht nur, dass wir das Spiel verlieren, sondern auch wie wir es verlieren. Wir kriegen eine ganz schöne Klatsche hier im Halbfinale.» Der 31-jährige Ehlers ergänzte: «Es war heute phasenweise die verhext.»
Im ersten Satz war Ahman der dominierende Spieler. Der 23-Jährige schaffte es immer wieder, schwierige Bälle als perfekte Vorlagen an seinen Partner zu spielen. Zudem überzeugte Hellvig auch im Block. Daher ging der Durchgang bereits nach einer knappen Viertelstunde verloren.
Zu wenig Druck durch die deutschen Aufschläge
Ehlers/Wickler konnten auch im zweiten Satz selten die Gegner mit ihren Aufschlägen unter Druck setzen. Die Schweden zogen auf 16:12 davon. Ahman/Hellvig erarbeiteten sich schnell sechs Matchbälle. Den ersten nutzten sie bereits zum Finaleinzug.
Im Spiel um Platz drei treffen Ehlers und Wickler nun am Sonntag um 5.30 Uhr deutscher Zeit zum ersten Mal auf die Franzosen Téo Rotar und Arnaud Gauthier-Rat, die im Viertelfinale die deutschen Meister Lukas Pfretzschner und Sven Winter besiegt hatten. Blockspezialist Ehlers gab sich kämpferisch: «Wir sind noch im Turnier, es gibt noch ein Spiel und da gibt es nichts zu verlieren.» Er und sein Partner wollen «alles reinhauen und noch mal richtig hier den Center Court anzünden».
Ahman/Hellvig erwarten im Finale vier Stunden später ihre schwedischen Landsleute Jacob Hölting Nilsson und Elmer Andersson, die Rotar/Gauthier-Rat im Semifinale mit 2:0 (21:18, 21:17) besiegt hatten.








