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Einreiseverweigerung für Schiedsrichter sorgt für Aufregung vor der WM 2026

Die Einreise eines von der FIFA nominierten somalischen Schiedsrichters zur WM in den USA wird verweigert, was Fragen zur Durchführung des Turniers aufwirft. Experten warnen vor den Folgen für die Integrität des Wettbewerbs.

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Die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada steht unter einem ungünstigen Stern, nachdem die US-Behörden einem von der FIFA nominierten Schiedsrichter die Einreise verweigert haben. Dies wirft ernsthafte Fragen zur Durchführung des Turniers auf, das am kommenden Donnerstag mit dem Spiel zwischen Mexiko und Südafrika eröffnet wird.

Einreiseverweigerung für Omar Artan

Omar Artan, ein Schiedsrichter aus Somalia, sollte als erster Unparteiischer seines Landes bei der WM pfeifen. Trotz eines gültigen Visums wurde er von der US-Grenzbehörde CBP abgewiesen. Die Behörde gab an, dass „Bedenken bei der Sicherheitsprüfung“ eine Einreise verhinderten. Die FIFA sieht sich in dieser Situation machtlos, da Artan, der als Afrikas Schiedsrichter des Jahres ausgezeichnet wurde und seit 2018 FIFA-Schiedsrichter ist, nun die WM verpassen wird.

Reaktionen auf die Einreiseverweigerung

„Das wirft einen ziemlich dunklen schwarzen Schatten aufs Turnier“, äußerte Philipp Köster, Chefredakteur des Fußballmagazins „11Freunde“. „Einen Schiedsrichter, der zum offiziellen Kreis der Referees bei dieser WM gehört, der ein Visum besitzt, aber aus Somalia stammt, einfach abzuweisen, ist eine Machtdemonstration von Donald Trump und der Einwanderungsbehörde, die nicht durch Sicherheitsbedenken zu rechtfertigen ist.“

Die Situation erinnert an eine frühere Aussage von FIFA-Präsident Gianni Infantino, der 2017 betonte: „Es ist offensichtlich, dass alle Teams, Funktionäre und Fans Zugang zum Ausrichterland haben müssen. Sonst gibt es keine WM, das ist klar.“ Diese Worte erhalten nun eine neue Bedeutung, da die Einreiseverweigerungen die Integrität des Turniers in Frage stellen.

Einreisebeschränkungen und deren Auswirkungen

Die Einreiseverweigerungen betreffen nicht nur Artan, sondern auch zahlreiche Fans und Funktionäre aus verschiedenen Ländern. Die Liste der betroffenen Nationen umfasst 75 Länder, darunter 17 der 48 WM-Teilnehmer. Berichten zufolge haben schottische Fans bereits Schwierigkeiten bei der Einreise gemeldet, während viele aus Haiti und anderen betroffenen Ländern erst gar nicht versuchen, in die USA zu gelangen.

Besonders gravierend sind die Schikanen gegen die iranische Delegation. Während mehreren Funktionären und Mitarbeitern die Einreise verweigert wurde, müssen die Spieler zwar alle drei Vorrundenpartien in den USA absolvieren, müssen jedoch ihr Lager in Mexiko aufschlagen. Zu den Spielen dürfen sie einreisen, müssen das Land aber am selben Tag wieder verlassen.

FIFA und Trump: Ein angespanntes Verhältnis

Die FIFA hat in der Vergangenheit versucht, eine enge Beziehung zur US-Regierung aufzubauen. Infantino hatte Trump bei seiner Wiederwahl gratuliert und war bei dessen Amtseinführung anwesend. Dennoch scheint diese Nähe nicht vor den aktuellen Problemen zu schützen. Trump hat die FIFA und Infantino in eine prekäre Lage gebracht, indem er die Einreisebestimmungen verschärfte und damit die Durchführung der WM gefährdet.

Auswirkungen auf die WM 2026

Die bevorstehende WM wird als die größte ihrer Art angesehen, mit 48 teilnehmenden Mannschaften und einem Turnierformat, das nach dem 104. Spiel den Sieger festlegen wird. Doch die aktuellen Entwicklungen werfen einen Schatten auf die Vorfreude. Die FIFA steht vor der Herausforderung, die Integrität des Turniers zu wahren und gleichzeitig den Druck der US-Regierung zu bewältigen.

Die Situation rund um die Einreiseverweigerungen könnte weitreichende Folgen für die WM haben, die am 13. Juni 2026 in Inglewood, Kalifornien, beginnt. Die Angestellten der Arena haben bereits aus Angst vor der Einwanderungsbehörde ICE für einen Streik gestimmt, was die angespannten Verhältnisse weiter verdeutlicht.

Inmitten dieser Herausforderungen bleibt die Frage, wie die FIFA und die US-Regierung die Probleme lösen können, um eine erfolgreiche und inklusive Weltmeisterschaft zu gewährleisten.


Quellen: n-tv

Bildquelle: depositphotos

TS