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Eintritt für den Kölner Dom: Besucher warten geduldig auf der Domplatte

Seit dem 1. Juli müssen Besucher des Kölner Doms einen Eintritt von zwölf Euro zahlen, was bei einigen Touristen für Überraschung sorgt. Trotz des neuen Preises bildet sich zur Öffnung eine lange Schlange, jedoch bleibt der große Ansturm aus.

Kölner Dom kostet Eintritt: Schlange auf der Domplatte
KI generiert

Seit dem 1. Juli müssen Besucher des Kölner Doms einen Eintrittspreis entrichten. Der Preis für den Zugang zur Kathedrale beträgt zwölf Euro, wobei auch Ermäßigungen angeboten werden.

Bereits vor der Öffnung um 10 Uhr bildete sich auf der Domplatte eine lange Schlange. Nicholas Lamm, der mit einer Gruppe von Studierenden anreiste, war einer der ersten, die eine Eintrittskarte benötigten. Trotz des neuen Preises warteten rund 80 Personen auf den Einlass. Diese hatten ihre Tickets entweder im Ticketshop im Kurienhaus oder online erworben. Der erwartete große Ansturm blieb jedoch aus, da weder Ferien noch Wochenende waren. Nach kurzer Wartezeit konnten die Besucher ohne größere Verzögerungen in die Kathedrale eintreten.

Kölner Dom: Erste Besucher zahlen Eintritt

Nicholas Lamm äußerte Verständnis für die Einführung des Eintrittspreises. Er sieht die Maßnahme als notwendig an, um den Dom zu erhalten, bedauert jedoch den Verlust eines öffentlichen Raums. Er hält den Preis für gerechtfertigt, da auch andere bedeutende Kirchen Eintritt verlangen.

Zu den ersten Besuchern zählten auch internationale Touristen. Eine Familie aus England war überrascht über die Eintrittskosten, da sie in ihrem Heimatland an ähnliche Regelungen gewöhnt sind. Ein Familienmitglied erklärte, dass der Eintrittspreis nachvollziehbar sei, da die Instandhaltung der Kathedrale kostspielig sei.

Internationale Besucher zeigen Verständnis für Eintrittspreis

Eine Familie aus China äußerte sich positiv über die Ermäßigungen und fand den Preis angemessen. Auch ein Besucher aus Ägypten war bereit, den Eintritt zu zahlen, um zur Erhaltung der Kirche beizutragen.

In den zwei Wochen vor der Einführung des Eintritts wurden bereits 4.000 Onlinetickets verkauft. Zusätzlich werden täglich Tickets im Kurienhaus angeboten, wo Mitarbeitende Unterstützung beim Ticketkauf leisten. Es sind auch klassische Tickets für den Dom, die Schatzkammer und die Turmbesteigung erhältlich.

Kritik aus der Region zur neuen Eintrittsregelung

Die Mehrheit der Besucher zeigte sich am ersten Tag der neuen Regelung verständnisvoll gegenüber der „Besichtigungsgebühr“. Ein Besucher aus den Niederlanden äußerte, dass er bereit sei, zur Erhaltung des Doms beizutragen, auch wenn er einige Mängel an der Fassade bemerkte.

Dompropst Monsignore Guido Assmann beobachtete den ersten Tag mit Eintrittspreisen mit Spannung. Er berichtete, dass viele internationale Touristen bereits vor der Einführung nach Tickets gefragt hatten. Die Rückmeldungen aus der Region waren gemischter Natur. Während aus dem Ausland keine Beschwerden eingingen, gab es in der Region unterschiedliche Meinungen zu den Eintrittskosten.

Eintritt für Gebete bleibt kostenlos

Der Zugang über das Nordportal für Gebete bleibt weiterhin kostenfrei. Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten hatte dazu aufgerufen, diesen Eingang zu nutzen. Dompropst Assmann betonte, dass bisher niemand nach seiner Gesinnung gefragt wurde und dass respektvolles Verhalten erwartet wird.

Die Einführung des Eintrittspreises wurde bereits im Frühjahr vom Domkapitel angekündigt. Die Einnahmen sollen dazu dienen, die steigenden Kosten für die Erhaltung des Kölner Doms zu decken.


Quellen: t-online, Die Zeit

Bildquelle: KI generiert

Ronny Winkler