Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Entdeckungstour zu Burgen und Schlössern rund um Frankfurt

Rund um Frankfurt können zahlreiche Burgen, Schlösser und Klöster entdeckt werden, die sich ideal für ein Wochenendausflug ab Köln eignen. Die Region bietet beeindruckende Architektur und historische Stätten, die in eine märchenhafte Welt eintauchen lassen.

Ausflug ab Köln: Burgen und Schlösser rund um Frankfurt entdecken
KI generiert

Mächtige Türme, geheimnisvolle Ruinen und alte Rittergeschichten: In der Umgebung von Frankfurt gibt es zahlreiche Burgen, Schlösser und Klöster, die sich an einem Wochenende erkunden lassen.

Für diejenigen, die in eine märchenhafte Welt eintauchen möchten, etwa zwei Stunden von Köln in Richtung Frankfurt, gibt es viele historische Bauwerke, die mit beeindruckender Architektur und faszinierenden Geschichten aufwarten. Ein ganzes Wochenende kann man damit verbringen, verborgene Kulturschätze zu entdecken und in die Atmosphäre eines Fantasy-Romans einzutauchen.

Sichtweite zur Frankfurter Skyline

Die Reise in die Vergangenheit beginnt im Frankfurter Stadtteil Höchst. Dieser Ort ist bekannt für seinen Industriepark, hat jedoch auch historische Wurzeln, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Ein markantes Zeugnis dieser Geschichte ist das Alte Schloss Höchst, das direkt am Main liegt.

Das Bauwerk ist durch seinen auffälligen barocken Turm schon von weitem sichtbar und prägt die Silhouette des Stadtteils. Neben dem jährlich stattfindenden Schlossfest eignet sich die Anlage auch hervorragend als Ausgangspunkt für Wanderungen durch das angrenzende Naturschutzgebiet.

Burg Hayn: Ein Ziel südlich von Frankfurt

Die nächste Burg, die von Köln aus gut zu erreichen ist, ist die Burg Hayn, auch bekannt als Burg Dreieichenhain. Ihre Geschichte reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück.

Die Gebäude der Anlage erzählen von einer bewegten Vergangenheit. Ein Museum bietet Informationen über frühere Zeiten, während andere Teile der Burg heute nur noch als Ruinen erhalten sind. Besonders bemerkenswert sind die Reste der Ringmauer, der Stumpf eines Wohnturms und die äußeren Befestigungsanlagen.

Gründung im Mittelalter: Burg Eppstein

Die Burg Eppstein vermittelt einen umfassenden Eindruck von den Verteidigungsanlagen des 14. und 15. Jahrhunderts. Besucher können die rund 1.000-jährige Geschichte des Kulturdenkmals im Burgmuseum kennenlernen oder vom Bergfried aus die Aussicht genießen.

Um die Entstehung der Burg ranken sich zahlreiche Legenden. Einer Überlieferung zufolge soll Ritter Eppo an diesem Ort Berta von Bremthal aus der Gefangenschaft eines Riesen befreit und anschließend die Burg errichtet haben. Historisch könnte die Anlage jedoch auf den Konradiner Grafen Eberhard aus dem 10. Jahrhundert zurückgehen, dessen Kurzname Eppo oder Ebbo im Namen der Burg erhalten geblieben sein könnte.

Büdinger Schloss: Heute noch bewohnt

Das Büdinger Schloss ist von einer ungewöhnlichen, dreizehneckigen Befestigungsanlage umgeben. Dieser besondere Grundriss weist auf das 12. Jahrhundert hin, als die ursprüngliche Wasserburg entstand. Im Laufe der Jahrhunderte ließen verschiedene Herrscher die Anlage immer wieder dem Zeitgeschmack anpassen, sodass heute Stilelemente von der Romanik bis zum Barock zu finden sind.

Bis heute wird das Schloss von einer Fürstenfamilie bewohnt. Dennoch können Besucher im Rahmen von Führungen Teile der Anlage besichtigen und eine originale Ausstattung aus fünf Jahrhunderten entdecken, darunter Fresken, historische Möbel und Jagdwaffen.

Historische Sehenswürdigkeiten in Eltville

Im 14. Jahrhundert stritten Balduin von Trier und Heinrich von Virneburg um das Erzbistum Mainz. Balduin begann 1330 mit dem Bau der Kurfürstlichen Burg Eltville, die später von Heinrich von Virneburg vollendet wurde. Die Burg diente rund 150 Jahre lang als Residenz der Mainzer Bischöfe und Kurfürsten.

Im Jahr 1349 wurde die Eltviller Burg zum Schauplatz eines entscheidenden Machtkampfes um die deutsche Königskrone. Karl IV., der spätere Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, setzte sich gegen seinen Kontrahenten Günther von Schwarzburg durch und wurde zum König gekrönt.

Das Kloster Eberbach: Ein besonderer Ort

Wer den Weg nach Eltville auf sich nimmt, sollte auch das Kloster Eberbach besuchen. Obwohl es sich dabei weder um ein Schloss noch um eine Burgruine handelt, verspricht die weitläufige Anlage ein besonderes Erlebnis für die ganze Familie. Besucher erhalten dort anschauliche Einblicke in den Alltag der Zisterziensermönche.

Frankfurt am Main als Ausgangspunkt

Wer mehrere Burgen und Schlösser der Region besuchen möchte, sollte Frankfurt am Main als Ausgangspunkt wählen. Von hier aus sind das Alte Schloss Höchst, die Burg Hayn, die Burg Eppstein, das Büdinger Schloss sowie die Kurfürstliche Burg Eltville und das Kloster Eberbach gut erreichbar.

Mit dem Auto sind es über die A3 rund 190 Kilometer, was etwa zwei Stunden in Anspruch nimmt. Alternativ bringen direkte ICE-Verbindungen Reisende in etwa 70 Minuten von Köln nach Frankfurt. Von dort aus ist es am besten, mit dem Auto weiterzufahren.

Für die Öffentlichkeit zugänglich sind unter anderem der historische Schlafsaal, die Bibliothek, der Kreuzgang und der Weinkeller. Die gut erhaltenen Räumlichkeiten und Bauwerke zeugen von herausragender deutscher Architektur, deren Ursprünge bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen.

Das Kloster Eberbach gilt auch unter Kunsthistorikern als besonderer Tipp. Vor allem die eindrucksvoll erhaltenen Innenräume vermitteln einen lebendigen Eindruck vom Leben der Zisterziensermönche und versetzen Besucher in eine längst vergangene Zeit.

Mehr zum Thema

Marburg: Ein lohnendes Ziel für einen Tagesausflug von Köln

Geheimtipp für einen Ausflug: Obersee in der Eifel nahe Köln

“`


Quellen: t-online

Bildquelle: KI generiert

Ronny Winkler