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Entschärfung einer Weltkriegsbombe in Köln-Niehl erfolgreich abgeschlossen

In Köln-Niehl wurde eine 50 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe entdeckt und erfolgreich entschärft. Rund 2.500 Anwohner wurden evakuiert, und es kam zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen in der Umgebung.

Evakuierung: Weltkriegsbombe in Köln entschärft
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In Köln-Niehl wurde eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt, die am Dienstag erfolgreich entschärft wurde. Der Blindgänger, der ein Gewicht von 50 Kilogramm hatte, wurde während Bauarbeiten an der Amsterdamer Straße, in der Nähe der Hausnummer 218, gefunden. Die Stadt Köln informierte darüber, dass die Entschärfung nach einer Warnmeldung, die um kurz vor 12 Uhr über die Warn-Apps Katwarn und Nina versendet wurde, durchgeführt wurde.

Die Pressestelle der Stadt gab an, dass die Evakuierung der Anwohner um 18.30 Uhr nahezu abgeschlossen war. Insgesamt mussten 24 Krankentransporte organisiert werden, während sich etwa 160 Personen in der Anlaufstelle aufhielten. Um 19.10 Uhr erhielt das Team die Freigabe zur Entschärfung, die nach einer halben Stunde erfolgreich abgeschlossen wurde.

Evakuierung von 2.500 Personen

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf sowie das Kölner Ordnungsamt sperrten den Gefahrenbereich um den Fundort großflächig ab. Anwohner im Umkreis von 300 Metern um die Bombe wurden evakuiert, was etwa 2.500 Menschen betraf. Für diese wurde eine Anlaufstelle in der Turnhalle des Erich-Kästner-Gymnasiums an der Castroper Straße 7 eingerichtet. Die Freigabe zur Entschärfung konnte erst nach der vollständigen Evakuierung erfolgen. Ein genauer Zeitpunkt für die Entschärfung wurde für die kommenden Stunden angekündigt.

Verkehrsbeeinträchtigungen durch Straßensperrungen

Die Stadt gab bekannt, dass mehrere Straßen in der Umgebung gesperrt werden mussten, was zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen im Kölner Norden führen könnte. Die Amsterdamer Straße ist in dem betroffenen Bereich nur eingeschränkt befahrbar und stellt eine wichtige Verkehrsachse für Pendler dar, die zu den Autobahnen A1 und A4 führt.

Die folgenden Straßen wurden gesperrt: Amsterdamer Straße zwischen 281 und Friedrich-Karl-Straße, Amsterdamer Straße 236 inklusive der Grünfläche östlich der Boltensternstraße, Boltensternstraße südlich 351 bis Friedrich-Karl-Straße, sowie weitere angrenzende Straßen. Autofahrer wurden aufgefordert, die Gefahrenstelle weiträumig zu umfahren und aktuelle Verkehrshinweise zu beachten.

Öffentlicher Nahverkehr betroffen

Die Polizei leitete den Verkehr ab der Kreuzung Industriestraße/Niehler Damm/Boltensternstraße/Amsterdamer Straße/Graditzer Straße um. Die Zufahrt auf die Amsterdamer Straße stadteinwärts wurde gesperrt, und der Verkehr wurde über den Niehler Hafen umgeleitet. Fahrzeuge konnten später wieder auf die Boltensternstraße fahren, und die Umleitung wurde auch in die Gegenrichtung eingerichtet.

Zusätzlich wurde mitgeteilt, dass ausschließlich Pkw in die Graditzer Straße und den Niehler Damm abgeleitet werden können, um zu verhindern, dass Lkw sich dort festfahren. Auch im öffentlichen Nahverkehr der Kölner Verkehrs-Betriebe kann es zu Einschränkungen kommen, da die Haltestelle Nesselrodestraße, die in der Nähe des Fundorts liegt, während der Evakuierungsmaßnahmen nicht angefahren wird. Der Busverkehr bleibt jedoch unberührt.


Quellen: t-online, stern

Bildquelle: ai-generated-gemini

Ronny Winkler