Das Staubecken Obermaubach, etwa 55 Kilometer südwestlich von Köln, bietet eine ruhige Wanderrunde von rund 2,5 Stunden und ist ein beliebtes Ziel für Naturliebhaber, die Entspannung suchen. Der Stausee, der seit den 1930er Jahren existiert, spielt auch eine wichtige Rolle in der regionalen Energ…
Entspannung in der Eifel: Stausee Obermaubach als Ausflugsziel

Der Stausee Obermaubach, etwa 55 Kilometer südwestlich von Köln gelegen, bietet an Pfingsten eine entspannende Wandermöglichkeit, die an fernen Orten wie dem Gardasee oder der nordamerikanischen Prärie erinnert. Die Wanderung dauert rund 2,5 Stunden und beginnt an der Westseite des Stausees, der seit fast einem Jahrhundert existiert. Der Stausee wurde in den Jahren 1933 und 1934 aus wasserwirtschaftlichen Gründen angelegt, um den schwankenden Wasserstand der Rur auszugleichen, der durch den Betrieb eines Jugendstilkraftwerks in Heimbach verursacht wurde.
Der Erddamm des Stausees ist 239 Meter lang und etwa sieben Meter hoch, mit einem Fassungsvermögen von 1,65 Millionen Kubikmetern Wasser. Seit 1969 wird das Wasser am Fuß des Dammes zur Stromerzeugung genutzt, wobei jährlich bis zu 3,3 Millionen Kilowattstunden produziert werden.
Wandererlebnis und Naturgenuss
Die Wanderung startet neben dem „Strepp am See“ und führt durch einen dichten Wald, wo immer wieder Blicke auf den glitzernden blauen See möglich sind. Am Ostufer sind elegante Ferienhäuser zu sehen, umgeben von sanften Hügeln. Die Stille der Umgebung wird durch das Verbot von Motorbooten, im Gegensatz zum Gardasee, verstärkt.
Auf dem Weg überquert man die Bahnschienen und die beeindruckende Rurbrücke, während Pferde auf den Weiden grasen. Die Kombination aus offenen Flächen und Hügeln erinnert an eine Prärie, was das Wandererlebnis zusätzlich bereichert. Nach dem Überqueren des Gestüts Gut Neuenhof führt der Weg steil auf die Westseite des Stausees, wo sportliche Fitness und gutes Schuhwerk erforderlich sind.
Ruhige Pfade und kulinarische Optionen
Auf der Westseite des Stausees sind Wanderpfade zu finden, die absolute Ruhe bieten. Hier lohnt es sich, eine Pause einzulegen und die Aussicht auf den malerischen Stausee zu genießen, bevor man nach Obermaubach zurückkehrt. In der Siedlung stehen zwei gastronomische Optionen zur Verfügung: Das Café Flink bietet Kaffee und Kuchen, während im „Strepp am See“ Hausmannskost serviert wird. Allerdings sollte man sich auf Geräusche der Rurtalbahn einstellen, die durch einen unbeschrankten Bahnübergang in der Nähe verursacht werden.
Anreise von Köln nach Obermaubach
Die Anreise mit dem Auto erfolgt über die A4 in Richtung Aachen bis zur Ausfahrt Düren, gefolgt von der B264 nach Kreuzau und den Schildern nach Obermaubach. Die Strecke beträgt etwa 55 Kilometer und die Fahrzeit liegt zwischen 50 und 60 Minuten, abhängig vom Verkehr. Parkmöglichkeiten, auch kostenlose, sind in der Nähe des Sees vorhanden.
Alternativ kann man mit der Bahn reisen: Vom Kölner Hauptbahnhof fährt man mit dem Regionalexpress (RE) nach Düren (Fahrzeit ca. 30 Minuten) und wechselt dort in die Rurtalbahn (RB21) in Richtung Heimbach. Der Halt „Obermaubach“ befindet sich direkt am See, und die Rurtalbahn verkehrt im Stundentakt. Die gesamte Reisezeit ab Köln beträgt etwa 75 Minuten.
Quellen: t-online
Bildquelle: depositphotos







