In Köln stimmten 57,39 Prozent der Wahlberechtigten für eine gemeinsame Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044. Die Wahlbeteiligung betrug 39,68 Prozent.
Ergebnisse des Bürgerentscheids zur Olympia-Bewerbung in Köln und NRW

Am Sonntag haben 17 Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen über eine Bewerbung für die Olympischen Spiele abgestimmt. Das Ergebnis aus Köln wird dabei als besonders bedeutend erachtet.
In Köln haben die Bürgerinnen und Bürger über die Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Spiele entschieden. Bei dem Ratsbürgerentscheid zur Ausrichtung der Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 sprachen sich 57,39 Prozent der Wahlberechtigten für eine gemeinsame Bewerbung mit 16 weiteren Kommunen in Nordrhein-Westfalen aus. Die Wahlbeteiligung betrug 39,68 Prozent.
Oberbürgermeister Torsten Burmester äußerte sich erfreut über das Ergebnis: „Ich bin wirklich stolz, hier zu stehen, weil der erste Ratsbürgerentscheid Kölns hat dieser Bewerbung, unserer Bewerbung einen Schub verfasst.“ Er wertete die Wahlbeteiligung als ein starkes Signal für die Demokratie und betonte die Notwendigkeit, auch Kritiker von der Bewerbung zu überzeugen, um eine breite Unterstützung zu erreichen.
Seit Ende März hatten mehr als 800.000 Menschen in Köln die Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben. Nach München ist dies die zweite Bewerbung, zu der die Bürgerinnen und Bürger ihre Meinung äußern konnten. Der Deutsche Olympische Sportbund plant, im Herbst zu entscheiden, welche deutsche Bewerbung ins Rennen geschickt wird.
Olympische Spiele in Köln: Abstimmungsergebnisse der Bürger
Köln wird als „Leading City“ der nordrhein-westfälischen Bewerbung betrachtet und gilt neben Düsseldorf als eine der Schlüsselstädte für das Konzept der Region Rhein-Ruhr. In Köln sind unter anderem Wettkämpfe im Radsport, Schwimmen (Freiwasser), Turnen, Bogensport, Fußball, Rugby und Tennis vorgesehen. Zudem soll im neuen Stadtteil Kreuzfeld im Norden ein temporäres Leichtathletikstadion entstehen.
Das Olympische Dorf könnte im Stadtbezirk Chorweiler untergebracht werden. In Nordrhein-Westfalen hatten mehr als vier Millionen Menschen die Möglichkeit, über die Olympia-Bewerbung abzustimmen, was eine größere Wählerschaft darstellt als in den Mitbewerberstädten München, Hamburg und Berlin. In der Hauptstadt ist eine Abstimmung nicht vorgesehen, während in Hamburg diese für den 31. Mai geplant ist.
Ratsbürgerentscheid: Köln und 16 weitere Städte stimmen ab
Zusätzlich zu Köln haben auch 16 weitere Kommunen am Sonntag über die Olympia-Bewerbung abgestimmt, darunter die benachbarten Städte Pulheim und Leverkusen. In Leverkusen soll die BayArena als Austragungsort für das olympische Fußballturnier dienen, während Pulheim die Golf-Wettbewerbe im Golfclub Gut Lärchenhof ausrichten möchte. Vorläufigen Ergebnissen zufolge sprachen sich dort rund 70 Prozent für eine Bewerbung aus.
Die Verantwortlichen hatten bereits in den vergangenen Monaten angedeutet, dass im Falle einer Ablehnung durch eine Kommune alternative Sportstätten zur Verfügung stünden. Dies wurde notwendig, nachdem ein Bürgerentscheid in der Stadt Herten zunächst abgelehnt wurde, die die Mountainbike-Wettkämpfe ausrichten sollte. In einem zweiten Anlauf wurde jedoch die Durchführung eines Ratsbürgerentscheids beschlossen.
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