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Eriksens erstes Tor: Wolfsburg schlägt Nordrivalen St. Pauli

Der VfL Wolfsburg hat einen Fehlstart ins neue Jahr vermieden. In München gab es ein Debakel, gegen den FC St. Pauli nun einen wichtigen Sieg. Das Siegtor fällt erst kurz vor Schluss.

Tor-Debüt: Christian Eriksen schießt per Handelfmeter seinen ersten Bundesliga-Treffer für den VfL Wolfsburg.
Foto: Swen Pförtner/dpa

Der VfL Wolfsburg hat sich nach dem 1:8-Debakel in München gut erholt. Nur drei Tage später besiegte der Volkswagen-Club den FC St. Pauli im wichtigen Nord- und Kellerduell mit 2:1 (1:1). Das erste Bundesliga-Tor von Christian Eriksen (25. Minute/Handelfmeter) und der späte Siegtreffer von Dzenan Pejzinovic (88.) brachten den Wolfsburgern einen Sechs-Punkte-Vorsprung auf den Relegationsplatz. St. Pauli war vor 22.031 Zuschauern lange Zeit ein ebenbürtiger Gegner, erzielte jedoch nur das 1:1 durch Eric Smith (40.).

Irvine-Ausfall schmerzt St. Pauli

Beim VfL verloren nach dem Debakel von München nur zwei Spieler ihren Platz in der Startformation: Mattias Svanberg und Kilian Fischer saßen auf der Bank.

St. Pauli musste seine erste Elf auf schmerzhafte Weise umbauen: Denn mit Jackson Irvine hatte sich der Kapitän und große Stabilisator der vergangenen Wochen erneut am linken Fuß verletzt. «Es tut unglaublich weh», sagte Trainer Alexander Blessin bei Sky.

Die Hamburger verlagerten ihren Abwehrchef Smith für Irvine ins zentrale Mittelfeld und positionierten sich zeitweise mit allen elf Spielern in ihrer eigenen Hälfte.

Dicke Doppelchance vor 1:1

Mit Spielern von hoher Qualität wie Eriksen und Lovro Majer hatte der VfL die richtigen Spieler auf dem Feld, um gegen einen so massiven Block anzutreten. Nach seinem Elfmeter-Tor hatte Eriksen bereits vier Minuten später eine weitere gute Gelegenheit, jedoch rutschte ihm diesmal der Ball nach einer Vorlage von Majer über den Spann (29.).

Danach jedoch ließ Wolfsburg nach. Bereits in der 35. Minute hatte St. Paulis Startelf-Debütant Ricky-Jade Jones die dicke Doppelchance zum Ausgleich: Zuerst scheiterte der Engländer aus fünf Metern an VfL-Torwart Kamil Grabara. Dann setzte er den Nachschuss aus derselben Position am Tor vorbei.

Doch nur fünf Minuten später war es dann doch 1:1 und das Muster war in beiden Fällen identisch: Die Mittelfeldreihe von Wolfsburg, die nach vorne so gefällig war, griff nicht energisch genug in ihrem eigenen Strafraum ein. Dadurch kam St. Pauli wiederholt in gefährliche Schusspositionen.

Medizinischer Notfall im Stadion

Nach der Halbzeitpause strebten die Hamburger nicht nur nach einem Auswärtspunkt. Joel Chima Fujita trieb die Gäste immer wieder nach vorne. In der 50. Minute zwang er Wolfsburgs Torwart Grabara mit einem Schuss aus 18 Metern zu einer bemerkenswerten Parade.

Nach der Einwechslung von Mohammed Amoura (61.) fiel dem VfL auch nicht viel ein. Das Wolfsburger Spiel blieb in der zweiten Halbzeit bis auf eine gute Schusschance für Adam Daghim (75.) statisch und ideenlos. Erst als Pejzinovic per Kopf zur Stelle war, änderte sich dies.

Die Unterstützung der Fans wurde zeitweise auch eingestellt, da es im Fanblock des FC St. Pauli einen medizinischen Notfall gab. Zeitnah gab es Entwarnung. «Die Person ist so weit wieder stabil», verkündete der Stadionsprecher.

dpa