Ein Prozess gegen vier ehemalige Schlachthofmitarbeiter wegen Tierquälerei wurde eingestellt. Die Angeklagten müssen nun Geldauflagen an Tierschutzorganisationen zahlen, um eine Wiederaufnahme des Verfahrens zu vermeiden.
Ermittlungen gegen Schlachthof wegen Verstoßes gegen Tierschutzgesetze eingestellt

Ausblick: Die vorläufige Einstellung eines Verfahrens gegen vier frühere Mitarbeiter eines Schlachthofs in Hürth wirft Fragen auf. Die Angeklagten haben nun einen Zeitraum von sechs Monaten, um jeweils eine Geldauflage in einem mittleren vierstelligen Betrag an Tierschutzorganisationen zu zahlen. Andernfalls könnte das Verfahren wieder aufgenommen werden.
Aktueller Stand
Das Amtsgericht Köln gab bekannt, dass das Verfahren gegen die vier Männer, die im Alter zwischen 24 und 52 Jahren sind, vorläufig eingestellt wurde. Sie stehen unter dem Verdacht, bei der Schlachtung von Rindern, Schafen und Ziegen wiederholt unsachgemäße Betäubungen vorgenommen zu haben. Dies führte dazu, dass die Tiere unnötige Schmerzen und Leiden erlitten haben sollen.
Hintergrund
Nach Angaben der Anklage erlitten die Tiere minutenlange Qualen und bewegten sich noch, nachdem ihnen die Kehlen durchtrennt worden waren. Selbst bei erkennbaren Anzeichen einer mangelhaften Betäubung hätten die Angeklagten keine Maßnahmen zur Verbesserung ergriffen. “Sie waren gefühllos gegenüber dem Empfinden der Tiere”, äußerte die Staatsanwältin während der Anklageverlesung. Zudem mussten einige Tiere miterleben, wie Artgenossen geschlachtet wurden, was bei ihnen Stress und Angst auslöste.
Risiken und Aufdeckung
Die Missstände in dem Schlachtbetrieb wurden von Mitgliedern einer Tierschutzorganisation aufgedeckt, die heimliche Videoaufnahmen anfertigten. Diese Aufnahmen, die nach ihrer Veröffentlichung zur Schließung des Betriebs durch das Veterinäramt des Rhein-Erft-Kreises führten, wurden jedoch von den Verteidigern der Angeklagten als unrechtmäßig erlangtes Beweismaterial angefochten. Sie argumentierten, dass auch Tierschützer sich an das Gesetz halten müssen.
Quellen: Die Zeit
Bildquelle: SebastianBartoschek via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.








