In Köln häufen sich seit Ende Mai Explosionen und Schüsse auf Wohnhäuser und Geschäfte. Die Ermittler prüfen mögliche Verbindungen zu einem Drogenkrieg, während die Hintergründe der Taten unklar bleiben.
Ermittlungen zu Gewalttaten in Köln: Mögliche Verbindungen zum Drogenmilieu

In Köln kommt es zu einer Reihe von Gewalttaten, die durch Explosionen und Schüsse gekennzeichnet sind. Die Hintergründe dieser Vorfälle sind trotz intensiver Ermittlungen noch unklar.
Am Mittwochmorgen wurden Anwohner an der Brühler Straße im Stadtteil Raderberg durch einen lauten Knall geweckt. Dies war bereits die zweite Explosion innerhalb einer Woche vor einer Eisdiele in der Nähe. Die Polizei ist mit zahlreichen Kräften vor Ort, ähnlich wie bereits am Donnerstag zuvor. Diese Vorfälle sind Teil einer neuen Welle der Gewalt in der Stadt.
Seit Ende Mai beschäftigen Explosionen vor Geschäften und Schüsse auf Wohnhäuser die Polizei und Staatsanwaltschaft. Zunächst detonierte ein Sprengsatz vor einer Shishabar am Friesenwall, und in derselben Nacht wurde ein Mann nach Schüssen auf der Zülpicher Straße schwer verletzt. In diesem Fall wird jedoch kein Zusammenhang vermutet, während bei anderen Vorfällen die Ermittler noch über die Hintergründe rätseln.
Ermittlungen zu Schüssen und Explosionen in Köln
Zusätzlich gab es Schüsse auf die Wohnung eines älteren Ehepaars in Bilderstöckchen, Explosionen in der Corneliusstraße und der Subbelrather Straße sowie Schüsse auf einen Imbiss in Höhenberg. Diese Taten sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt und erinnern an den Kölner Drogenkrieg, der im Sommer und Herbst 2024 ähnliche Vorfälle in Köln und Umgebung zur Folge hatte.
Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer erklärte, dass die Ermittler prüfen, ob es Verbindungen zwischen den einzelnen Taten gibt und ob organisierte Kriminalität im Spiel ist. Diese Prüfungen sind jedoch zeitaufwendig, weshalb keine weiteren Details zu den laufenden Ermittlungen bereitgestellt werden können.
Hintergründe der Explosionen in Köln
Einige der verwendeten Sprengsätze sollen selbstgebastelt sein und könnten im Rahmen von „Crime as a Service“ eingesetzt werden. Dieses Phänomen beschreibt das Anwerben von Jugendlichen oder jungen Erwachsenen, die gegen Bezahlung im Internet zu Straftaten angestiftet werden. Ein Beispiel ist ein junger Schwede, der beauftragt wurde, ein Mitglied der Hells Angels in Köln zu erschießen, jedoch vor der Tat festgenommen wurde.
Die Polizei und Staatsanwaltschaft haben angekündigt, mögliche Verbindungen zu den Ermittlungen der EG Fusion zu prüfen, die alle Taten im Zusammenhang mit dem Kölner Drogenkrieg untersucht. Der mutmaßliche Anführer einer Drogenbande aus Kalk, die für viele der Taten verantwortlich sein soll, steht seit Monaten vor dem Kölner Landgericht.
Quellen: t-online
Bildquelle: KI generiert








