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Bayern Leverkusen siegt 3:0 gegen FC St. Pauli im DFB-Pokal-Halbfinale

Die Werkself zieht verdient ins Halbfinale ein und träumt weiter vom Titel in dieser Saison.

Leverkusens Patrik Schick jubelt mit seinen Mannchaftskollegen über 2:0.
Foto: Federico Gambarini/dpa

Bayer Leverkusen hat seine Favoritenrolle erfüllt und sich gegen den FC St. Pauli für das Halbfinale im DFB-Pokal qualifiziert. Trainer Kasper Hjulmands Team besiegte die kämpferischen Hamburger im Viertelfinale mit 3:0 (1:0) und kann weiterhin von einem Titel in dieser Saison träumen.

„Bei einer vollen BayArena mit 30.210 Zuschauern erzielten Martin Terrier (32. Minute), Patrik Schick (63.) und der eingewechselte Jonas Hofmann (90. +2) die Tore für die Werkself.“

St. Pauli wirft alles rein

Bereits frühzeitig wurde es nach einer ersten Ecke von St. Pauli gefährlich vor dem Tor von Bayer (4.). Allerdings konnten die Gäste die Situation im dicht besetzten Fünfmeterraum nicht ausnutzen. Bayer versuchte daraufhin, mit viel Ballbesitz die Kontrolle zu übernehmen und das Spiel zunehmend in die gegnerische Hälfte zu schieben. St. Pauli reagierte auf diesen Ansatz mit einem frühen Pressing.

In der 17. Minute hatten die Gäste, die in der Bundesliga im Abstiegskampf stecken, großes Glück: Ben Voll, der anstelle von Stammkeeper Nikola Vasilj im Tor stand, spielte in der Eröffnung einen kapitalen Fehlpass direkt in die Füße der Hausherren. Schick reagierte vor dem leeren Tor jedoch zu zögerlich, sodass Karol Mets den Abschluss noch blocken konnte.

Terrier hellwach zur Führung 

St. Pauli blieb jedoch gefährlich und verpasste in der 24. Minute die Führung, als Joel Fujita aus zwölf Metern knapp am Tor vorbeischoss. Die Gäste wurden nun stärker und drängten Bayer immer weiter in die eigene Hälfte. Trotz höherer Ballbesitzanteile agierten die Leverkusener oft zu behäbig, insbesondere im Tempospiel nach vorne.

Nach dieser kurzen Druckphase der Gäste meldete sich Bayer zurück, blieb jedoch vorerst im Mittelfeld stecken. Als St. Pauli eine Hereingabe nicht konsequent klärte, nutzte der aufmerksame Terrier die Unordnung aus, drehte sich an der Strafraumkante und erzielte das 1:0. Trotz des Rückstands kam Pauli vor der Pause noch zu einer großen Chance. Doch Martijn Kaars schoss über das Tor (40.).

Standard bringt das 2:0

St. Pauli brachte mit einem Doppelwechsel direkt nach dem Wiederanpfiff frischen Wind ins Spiel. Obwohl die Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt lagen, blieb zunächst das gleiche Bild wie vor der Pause bestehen: Die Hamburger suchten geduldig nach Lücken in der Leverkusener Abwehr, während Leverkusen zwar mehr Ballbesitz hatte, aber kaum eigene Torchancen kreieren konnte.

Bayer zeigte erneut eine kaltschnäuzige Leistung und erhöhte mit der ersten Chance der zweiten Halbzeit auf 2:0: Aleix Garcia schlug nach einer Ecke eine Flanke aus dem Halbfeld auf Schick, der per Volleyschuss ins lange Eck traf. Pauli kam durch einen geblockten Schuss von Danel Sinani (70.) noch einmal gefährlich vor das Tor, während Joker Hofmann (75.) für Leverkusen zunächst den Pfosten traf. In der Nachspielzeit machte es der 33-Jährige dann besser und erzielte das Endresultat.

dpa