Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

ESC-Kontroversen: Journalistin äußert Bedenken über Sarah Engels‘ Management

Nach dem ESC erhebt Journalistin Sonja Riegel Vorwürfe gegen das Management von Sarah Engels, da sie Druck auf sie ausgeübt und sie von einer Presserunde ausgeschlossen haben soll. Dies geschah im Zusammenhang mit einem umstrittenen Interview, das Engels gegeben hatte.

Sarah Engels beim ESC: Journalistin erhebt Vorwürfe gegen Management
KI generiert

Nach dem Eurovision Song Contest (ESC) in Wien sieht sich das Management von Sarah Engels mit Vorwürfen konfrontiert. Eine Journalistin berichtet von Druck, der auf sie während der Berichterstattung ausgeübt worden sei.

Vorwürfe gegen das Management von Sarah Engels

Die Journalistin Sonja Riegel erhebt in einem Instagram-Beitrag vom 19. Mai 2026 Vorwürfe gegen das Management der Sängerin. Sie schildert mehrere Vorfälle, die während der ESC-Woche stattfanden und bei denen sie sich unter Druck gesetzt fühlte.

Der Anlass für die Kontroversen war ein Interview, das Engels am 11. Mai im Pressezentrum gegeben hatte. Riegel war an diesem Gespräch beteiligt, filmte es und veröffentlichte es auf verschiedenen Plattformen. Eine Aussage von Engels, die in den sozialen Medien und in der Presse aufgegriffen wurde, sorgte für negative Reaktionen. Auf die Frage nach ihrem Feminismus antwortete Engels, dass sie nicht als feministisch bezeichnet werden wolle, da sie einen tollen Mann habe und Männer mag.

Management fordert Löschung von Inhalten

Am 14. Mai, kurz vor dem zweiten Halbfinale, kontaktierte das Management von Sarah Engels Riegel telefonisch. Laut Riegel wurde sie aufgefordert, die Videos mit der umstrittenen Aussage von Engels zu entfernen. Dabei wurde ihr vorgeworfen, dass ihre Berichterstattung negative Auswirkungen auf den Erfolg des deutschen Beitrags beim ESC haben könnte.

Zusätzlich wurde ein früheres Video von Riegel angesprochen, das Engels‘ Aufenthalt in Südafrika thematisierte. In diesem Zusammenhang wurde Riegel bereits zuvor kritisiert, was sie als ausweichend empfand. Die Vorwürfe, die in diesem Zusammenhang geäußert wurden, wies sie zurück und betonte, dass ihre Fragen nicht der Grund für die negative Berichterstattung gewesen seien.

Erfahrungen während des Telefonats

Riegel empfand das Telefonat als einschüchternd und stimmte schließlich zu, die Videos offline zu nehmen und das Interview zu kürzen. Diese Entscheidung bezeichnete sie später als Fehler, da sie sich nicht in der Lage fühlte, weiteren möglichen Anschuldigungen des Managements entgegenzutreten.

Ausschluss aus Presserunde

Ein weiterer Vorfall ereignete sich nach dem ESC-Finale. Riegel wurde vom deutschen Presseteam mitgeteilt, dass sie an der Presserunde mit Sarah Engels teilnehmen könne. Als die Medienvertreter auf die Sängerin warteten, wurde Riegel jedoch herausgerufen und informiert, dass die Runde ohne sie stattfinden werde. Später erfuhr sie, dass diese Entscheidung vom Management und Engels selbst getroffen worden war.

Engels belegte beim ESC 2026 den 23. Platz und wollte nach dem mäßigen Abschneiden nur mit ausgewählten Medien sprechen. Riegel stellte fest, dass andere Medienvertreter dennoch an der Runde teilnehmen durften, was zu Verwirrung führte.

Reaktionen und Entschuldigungen

Das deutsche Presseteam entschuldigte sich später für das Vorgehen, während Riegel vom Management von Sarah Engels keine Rückmeldung erhielt. Sie äußerte Verständnis für den Druck, unter dem alle Beteiligten beim ESC stehen, kritisierte jedoch die Art und Weise, wie Druck auf Journalisten ausgeübt wurde.

Über die Journalistin Sonja Riegel

Sonja Riegel ist Journalistin und arbeitet unter anderem in der Sportredaktion des Hessischen Rundfunks. Sie betreibt die Musikseite „bleistiftrocker.de“ und ist Teil des Podcasts „Früf – Frauen reden über Fußball“. Zuvor war sie bei t-online.de tätig und hat auch für andere Medien geschrieben.

Management von Sarah Engels bleibt stumm

Eine Anfrage an das Management von Sarah Engels blieb unbeantwortet. Riegel erklärte, dass sie weiterhin keine Rückmeldung erhalten habe.


Quellen: t-online

Bildquelle: KI generiert

Ronny Winkler