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EU und Partner: Gemeinsam gegen chinesische Konkurrenz in der Autoindustrie

Die EU plant eine wirtschaftspolitische Allianz mit Großbritannien, Japan und Südkorea, um der wachsenden Konkurrenz der chinesischen Autoindustrie entgegenzuwirken. Schutzzölle und Kaufprämien für Elektroautos könnten dabei zentrale Elemente der Initiative sein.

EU gegen China: Auto-Allianz mit Japan, Südkorea und Großbritannien | Politik
Torsten Dettlaff auf Pexels

Um im Wettbewerb mit der chinesischen Automobilindustrie zu bestehen, plant die Europäische Union die Bildung einer strategischen Partnerschaft mit drei wichtigen Industriestaaten. Berichten aus dem Umfeld der EU-Kommission zufolge wird an einer wirtschaftspolitischen Allianz mit Großbritannien, Japan und Südkorea gearbeitet. Diese Initiative hat mehrere Ziele: die Begrenzung der steigenden Autoexporte aus China, die Sicherstellung offener Märkte zwischen den Partnerländern sowie die Förderung der Zusammenarbeit im Bereich kritischer Rohstoffe.

Ein möglicher Kernpunkt dieser Allianz könnte die Bevorzugung von Fahrzeugen aus den beteiligten Ländern bei europäischen Förderprogrammen sein. Geplant ist, Kaufprämien für Elektroautos und steuerliche Vorteile für Firmenwagen ausschließlich auf Fahrzeuge aus Europa zu beschränken. Somit würden Autos aus Großbritannien, Japan und Südkorea den gleichen Status wie Fahrzeuge aus der EU erhalten.

Darüber hinaus sind Schutzzölle gegen die rapide steigenden Autoimporte aus China im Gespräch. Diese Maßnahmen orientieren sich an bestehenden Schutzvorkehrungen der EU für Stahlimporte. Unter bestimmten Bedingungen ist dies auch gemäß den Richtlinien der Welthandelsorganisation (WTO) zulässig. Bernd Lange, der Vorsitzende des Handelsausschusses im Europaparlament, hat angedeutet, dass die EU plant, diese Zölle gemeinsam mit Japan, Südkorea und anderen Partnern zu implementieren.

Die Hintergründe dieser Entwicklungen sind die massive Expansion chinesischer Automobilhersteller in Europa. Im ersten Quartal 2026 stammten bereits 60 Prozent der in die EU importierten Plug-in-Hybride aus China. Zudem haben chinesische Hersteller in Europa nunmehr mehr Fahrzeuge verkauft als die großen japanischen Automobilkonzerne zusammen.

In der Vergangenheit hatte Deutschland sich energisch gegen eine Zollpolitik gegenüber chinesischen Autos ausgesprochen. Im Oktober 2024 sprach sich die damalige Ampel-Regierung bei einer wichtigen Abstimmung der EU-Mitgliedstaaten offiziell gegen die Einführung von Strafzöllen auf chinesische Elektroautos aus. Bundeskanzler Olaf Scholz nutzte dabei seine Richtlinienkompetenz, um innerhalb der Regierungskoalition Klarheit zu schaffen.

Die geplante Allianz trifft die deutsche Automobilindustrie in einem kritischen Moment. Diese sieht sich nicht nur der Konkurrenz aus China, sondern auch hohen Zöllen aus den USA gegenüber. Die Konsequenz ist ein deutlicher Rückgang der Beschäftigtenzahlen, die auf den tiefsten Stand seit über zwei Jahrzehnten gesunken sind. Im ersten Halbjahr arbeiteten nur noch etwa 691.500 Personen in der deutschen Autoindustrie, was einem Rückgang von 42.300 Beschäftigten oder 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. In keinem anderen bedeutenden Industriezweig wurden in einem Jahr so viele Arbeitsplätze abgebaut.


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Quellen: Bild, Handelsblatt

Bildquelle: Torsten Dettlaff auf Pexels

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS