Nach russischen Angaben wurde ein Paar in einem Auto getötet, während ihre Tochter verletzt wurde.
Explosion an Krim-Brücke – Moskau spricht von Kiewer «Terrorakt»
Nach der Explosion an der Brücke zur annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim hat Russland offiziell von einem «Terrorakt» gesprochen. Moskau machte ukrainische Geheimdienste dafür verantwortlich. Die Brücke sei am frühen Montagmorgen von Überwasserdrohnen attackiert worden, teilte das russische Anti-Terror-Komitee mit.
2 Tote nach Überwasserdrohnenangriff
Nach russischen Angaben wurde ein Paar in einem Auto getötet, während ihre Tochter verletzt wurde.
Nach der mutmaßlichen Explosion spottete der ukrainische Geheimdienst SBU mit den Worten: „Die Brücke hat wieder einmal ein Nickerchen gemacht. Und eins … zwei!“
Gemäß unbestätigten Berichten wurden vor Ort Explosionen von Zeugen gehört. Ein Telegram-Kanal, der in Verbindung mit der Söldner-Truppe Wagner steht, berichtete von zwei Angriffen auf die Brücke um 3:04 Uhr und 3:20 Uhr.
Bereits zweite Explosion auf Brücke
Im Oktober 2022 ereignete sich bereits eine schwerwiegende Explosion auf der Krim-Brücke. Im Mai bekannte sich der ukrainische Geheimdienst zu dem Angriff. Zuletzt bestätigte auch das Verteidigungsministerium eine Beteiligung daran.
Die Krim-Brücke spielt für Russland eine entscheidende Rolle als Versorgungsweg, um seine im Konfliktgebiet in der Ukraine stationierten Soldaten mit militärischer Ausrüstung zu beliefern. Sie stellt die Verbindung zwischen Russland und der 2014 annektierten ukrainischen Halbinsel Krim her.
Moskau gibt nun den ukrainischen Geheimdiensten die Schuld an dem erneuten Vorfall und bezeichnete ihn als „Terrorakt“. Laut dem russischen Anti-Terror-Komitee wurde die Brücke am frühen Montagmorgen von Überwasserdrohnen angegriffen.
Ukrainische Marine und Geheimdienst involviert
Eine anonyme Quelle des ukrainischen Geheimdienstes SBU bestätigte gegenüber der BBC, dass die Ukraine die Krim-Brücke attackiert habe. Sowohl die Marine als auch der Geheimdienst seien daran beteiligt gewesen.
Laut dem Insider wurde die Brücke mit Überwasserdrohnen angegriffen. Es war eine schwierige Aufgabe, die Brücke zu erreichen, aber am Ende gelang es. Zuvor hatten die russischen Behörden lediglich von einem „Notfall“ gesprochen, der den Verkehr auf der Brücke beeinträchtigte.
Gemäß dem Krim-Gouverneur wurden alle Strafverfolgungsbehörden und zuständigen Dienststellen mobilisiert, um auf die Situation zu reagieren. Maßnahmen werden ergriffen, um die Normalität wiederherzustellen. Autofahrer werden aufgefordert, alternative Routen zu suchen.
Auf der anderen Seite können Züge bereits wieder die Brücke passieren. Laut der russischen Agentur Tass hat ein Zug die Stadt Kertsch verlassen und befindet sich auf dem Weg nach Moskau. Es wird berichtet, dass die Schienen keine Schäden aufweisen.