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Fabian Reese äußert sich zu den Reaktionen nach seinem Wechsel zu Wolfsburg

Fabian Reese äußert sich nach seinem Wechsel von Hertha BSC zu Wolfsburg über die heftigen Reaktionen in sozialen Medien, die ihn und seine Verlobte betroffen haben. Er verteidigt den Wechsel und betont, dass trotz der negativen Emotionen viele Fans ihm dankbar sind.

Fabian Reese äußert sich zu Anfeindungen nach Wechsel zu Wolfsburg
Depositphotos

Der Wechsel von Fabian Reese von Hertha BSC zum VfL Wolfsburg hat in den sozialen Medien für erhebliche Reaktionen gesorgt. Der 28-jährige Spieler wurde dort massiv angegriffen und beleidigt, was sogar Auswirkungen auf seine Verlobte Jojo hatte, die sich öffentlich zu den Anfeindungen äußern musste. Im Trainingslager von Wolfsburg spricht Reese nun über die negativen Reaktionen, die er erfahren hat.

Reese erläutert seinen Wechsel zu Wolfsburg

Reese beschreibt die Situation als sehr belastend: „Es war für uns sehr hart. Die Enttäuschung war da. Das war für uns schwer, aber es war zu erwarten, dass der eine oder andere Fan das nicht nachvollziehen kann.“ Er betont, dass große Emotionen oft eng beieinanderliegen und dass er in den drei Jahren bei Hertha viel Zuspruch erhalten hat. Dennoch kann sich die Wahrnehmung schnell ändern, wie er anmerkt: „Es gibt heute nur noch schwarz oder weiß.“

Den Wechsel, der mit einer Ablösesumme von acht Millionen Euro verbunden war, verteidigt der Angreifer. Er hebt hervor, dass er in den vergangenen drei Jahren mit vollem Einsatz für Hertha gespielt hat und dass der Transfer für alle Beteiligten vorteilhaft war. Reese erinnert daran, dass Hertha in einer finanziellen Notlage war und durch seinen Wechsel eine hohe Ablösesumme generieren konnte. „Ich bin ablösefrei gekommen, wir haben unser Ziel nicht erreicht. Dann ist man an einem Punkt, wie man weitermacht. Wie richtet sich der Verein aus? Wie sehe ich mich als Spieler, was sind die Ziele für meine endliche Karriere?“

Vorfreude auf das Spiel im Olympiastadion

Reese ist sich bewusst, dass die zuvor groß inszenierte Vertragsverlängerung bei Hertha die Erwartungen an seinen Wechsel erhöht hat. „Mit der groß verkündeten Vertragsverlängerung bei Hertha waren andere Ziele verbunden als das, was eingetreten ist. Vor einem Jahr hätten wir nicht erwartet, dass es so endet“, erklärt er. Am 7. November wird Wolfsburg im Olympiastadion gegen Hertha antreten, und Reese erwartet, dass die Atmosphäre angespannt sein könnte. Dennoch freut er sich auf das Spiel: „Ich freue mich unheimlich auf das Spiel, die Menschen und das Stadion, auch wenn es komisch wird, in dieses Stadion zu gehen und nicht mehr die Fahne auf der Brust zu haben.“

Reese über den Abstieg von Wolfsburg

Auf die Frage, warum er sich für Wolfsburg entschieden hat, antwortet Reese, dass er die Möglichkeit hatte, in die Bundesliga zu wechseln. Er hebt hervor, dass der Weg, den Wolfsburg einschlagen möchte, und die Rolle, die ihm angeboten wurde, gut zu ihm passen. Trotz des Abstiegs in die 2. Liga war er von der Kommunikation und den Perspektiven, die ihm aufgezeigt wurden, überzeugt. „Der Abstieg verursacht bei einem Spieler, der 28 Jahre alt ist, keinen Jubel. Aber die Art, wie mit mir gesprochen wurde, welcher Weg mir aufgezeigt wurde und welche Rolle ich einnehmen soll, das hat mich überzeugt.“

Reese hat in seiner Zeit bei Hertha 91 Spiele absolviert und blickt auf viele positive Erlebnisse zurück. Trotz der negativen Reaktionen in den sozialen Medien erhält er auch viele positive Nachrichten von Fans, die ihm für seine Zeit bei Hertha danken. Er bezeichnet die beleidigenden Kommentare als die „laute Minderheit“ und betont, dass die Mehrheit der Rückmeldungen freundlich und unterstützend ist.

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Quellen: B.Z.

Bildquelle: Depositphotos

Ronny Winkler