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Fahrbahnsanierung im Fokus: Zeitplan für Smart City Projekte steht bevor

Im Rahmen des Smart City-Projekts werden in Dresden fünf Messstellen eingerichtet, um das Fahrbahnverhalten unter verschiedenen Bedingungen zu analysieren. Die gesammelten Daten sollen eine softwaregestützte Prognose zur Priorisierung von Straßeninstandhaltungen ermöglichen.

Dresden installiert Messstellen zur Fahrbahnüberwachung im Rahmen von Smart City
Depositphotos

Im Zuge des Modellprojekts Smart City, speziell im Teilbereich „Strategisches Erhaltungsmanagement“, werden in der Landeshauptstadt Dresden fünf Messstationen im Hauptverkehrsnetz eingerichtet. Diese Stationen sind mit verschiedenen Sensoren ausgestattet, darunter Achslastsensoren, Kontaktschleifen und Temperatursensoren. Diese Technologien erfassen das Gewicht der Fahrzeuge sowie die Temperaturen auf und in der Fahrbahn. Dadurch wird es möglich, die Auswirkungen von Temperaturveränderungen und Fahrzeuggewicht auf die Straßenoberfläche über das Jahr hinweg zu analysieren.

In dieser Woche wird eine Messstelle auf der B170/Bergstraße in Richtung Stadtzentrum zwischen Kohlenstraße/Südhöhe und Böllstraße installiert. Zusätzlich werden vor Ort Wetterdaten wie Windgeschwindigkeit, Niederschlagsmengen und Lufttemperatur erfasst. Diese Informationen ermöglichen einen Abgleich zwischen der Beanspruchung des Asphalts und den Witterungsbedingungen.

Für die Installation der acht Achslastsensoren werden Rinnen mit einer Länge von 1,75 Metern, einer Breite von etwa sieben Zentimetern und einer Tiefe von rund sechs Zentimetern in die Straßenoberfläche gefräst.

Die Achslastsensoren funktionieren, indem sie das Gewicht der Fahrzeugachsen während der Radüberrollung mithilfe eines Piezo-Kristalls messen, der die Last in elektrische Impulse umwandelt. Ein Datenlogger, der in einem Schaltschrank am Straßenrand installiert ist, erfasst diese Impulse und ordnet sie den jeweiligen Radlasten zu. Die Messungen werden dann zu den Daten eines Fahrzeugs zusammengefasst. Eine Kontaktschleife, die zwischen den Sensoren platziert ist, hilft dabei, den Anfang und das Ende von Fahrzeugen zu erkennen. Der Datenlogger kann somit das Gesamtgewicht eines Fahrzeugs ermitteln und auch die Fahrgeschwindigkeit bestimmen.

Die Sensoren werden mit einer speziellen Vergussmasse aus Füllstoffen und Epoxidharz in den Rinnen fixiert, die anschließend aushärten muss. Für die Kontaktschleife und die Verbindungen zu den Sensoren werden Schlitze in die Straßenoberfläche gefräst, die nach dem Einlegen der Kabel mit einem Schutzstreifen und Bitumen-Vergussmasse versiegelt werden. Die Kalibrierung der Achslastsensoren erfolgt mit einem speziellen Fahrzeug, das zuvor gewogen wurde und mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten über die Sensoren fährt, um die gemessenen Werte abzugleichen.

Die Kosten für die Messstellentechnik belaufen sich auf 60.000 Euro, während der Einbau der Messstelle etwa 50.000 Euro kostet. Die Firma DVT Verkehrstechnik GmbH führt die Installation durch. Mit der neuen Messstelle an der Bergstraße wird die vierte Verkehrsmessstelle im Stadtgebiet in Betrieb genommen. Weitere Messstellen befinden sich auf der Tharandter Straße, der Dohnaer Straße und der Washingtonstraße. Im August wird eine zusätzliche Messstelle auf der Stauffenbergallee installiert. Die Anordnung der Messstellen im Stadtgebiet ermöglicht es, verlässliche Aussagen über den Verkehrszufluss in die Stadt zu treffen. Eine sechste Messstelle ist bereits in Planung.

Zusätzlich wird seit Ende Juni bis September 2026 ein Spezialfahrzeug eingesetzt, um den Zustand des gesamten Straßennetzes in Dresden zu erfassen. Dieses Fahrzeug ist mit hochpräziser Mess- und Abbildungstechnik ausgestattet und erhebt systematisch Daten zu Straßenschäden wie Schlaglöchern, Spurrinnen, Erhebungen und Rissbildungen ab einer Breite von 0,5 Millimetern.

Die gesammelten Daten der Messstellen und der Straßenzustandsbefahrung sollen in Zukunft eine softwaregestützte Prognose ermöglichen, die festlegt, welche Straßen mit welcher Priorität instandgesetzt werden müssen, um ihre langfristige Erhaltung zu gewährleisten. Diese Daten und Prognosen sollen dazu beitragen, finanzielle Mittel für den Straßenbau effizient einzusetzen und Baumaßnahmen besser zu planen. Dadurch kann auch die Häufigkeit und Dauer von Baustellen reduziert werden. Eine kontinuierliche Datenerhebung über mehrere Jahre ist für eine realistische Prognose von großer Bedeutung.

Der Gesamtumfang des Projekts „Strategisches Erhaltungsmanagement“ umfasst Messstellen und Straßenzustandsbefahrungen und beläuft sich auf etwa 1,3 Millionen Euro. Es wird zu 65 Prozent durch Fördermittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Rahmen des Smart City Förderprogramms des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) unterstützt. Der verbleibende Eigenanteil wird von der Landeshauptstadt Dresden getragen. Weitere Informationen zur Notfallhilfe finden Sie hier.

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Quellen: dresden

Bildquelle: Depositphotos

Ronny Winkler