In einer tragischen Schießerei in Mexiko-Stadt wurden ein Musiker, seine schwangere Frau, das Kind und eine Nanny getötet. Die Ermittlungen laufen, und zwei Verdächtige wurden bereits festgenommen.
Familienauslöschung in Mexiko: Musiker, Schwangere und Nanny Opfer eines Amoklaufs.

Am Dienstag wurden in Mexiko-Stadt fünf Personen in ihrer Wohnung tot aufgefunden. Zu den Opfern gehören ein Musiker, seine schwangere Frau, deren dreijährige Tochter, eine Nanny und der Familienhund. Der Vorfall ereignete sich in einem wohlhabenden Stadtteil der Hauptstadt.
Der 38-jährige Jonathan Meléndez, bekannt als Keyboarder der Indie-Rock-Band Camilo Séptimo, zählt zu den Opfern. Seine 35-jährige Frau Ana Paula war im vierten Monat schwanger. Auch die 21-jährige Nanny Aleida Romero Victorio wurde unter den Toten identifiziert. Ihre Tante beschrieb sie als eine fleißige und verantwortungsvolle junge Frau, die ein solches Schicksal nicht verdient habe.
Behördenangaben zufolge wurden drei der Opfer, darunter das Kind, mit Schüssen ins Gesicht getötet. Ein weiteres Opfer wies Schusswunden im Rücken auf. Zudem wurden zwei Opfer mit gefesselten Händen aufgefunden, während der Hund ebenfalls tot mit gebundenen Beinen entdeckt wurde.
Ein sechsjähriger Junge wurde lebend am Tatort aufgefunden, ohne Verletzungen. Ermittler gehen davon aus, dass die Morde zwischen 17:30 und 19:40 Uhr am Dienstag stattfanden.
Die Band Camilo Séptimo ehrte Meléndez und betonte, dass er in Liebe und Dankbarkeit in Erinnerung bleiben werde. In einem Instagram-Post wurde sein Leben gewürdigt, ebenso wie die Musik und das Licht, das er anderen gebracht hat.
Am Mittwoch wurden zwei Männer festgenommen, die mit den Morden in Verbindung stehen. Die Festnahmen erfolgten im Rahmen einer gemeinsamen Operation der Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Mexiko, des Bundesministeriums für Sicherheit sowie des Bürger- und Sicherheitssekretariats von Mexiko-Stadt. Ein Bekannter von Meléndez, identifiziert als Diego Sebastián „N“, wird als mutmaßlicher Täter angesehen. Ein weiterer Mann, Gerardo „N“, wird ebenfalls als möglicher Komplize untersucht.
Ein Sprecher der Sicherheitsbehörden erläuterte, dass einer der Verdächtigen möglicherweise seine Verbindung zu einem der Opfer ausgenutzt haben könnte, um Zutritt zur Wohnung zu erhalten. Die Staatsanwaltschaft kündigte an, zu gegebener Zeit weitere Details zu den Umständen der Morde und dem rechtlichen Status der Festgenommenen bekanntzugeben.
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Quellen: edition.cnn, Reuters
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