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Feierabendmarkt am Rudolfplatz in Köln wird nach zehn Jahren eingestellt

Der Feierabendmarkt „Meet and Eat“ am Rudolfplatz in Köln schließt nach zehn Jahren, da die Stadt festgestellt hat, dass er den Status eines Wochenmarktes verloren hat. Die Deutsche Marktgilde wird künftig einen klassischen Wochenmarkt mit einem neuen Sortiment etablieren.

Rudolfplatz Köln: Feierabendmarkt
Depositphotos

Der Feierabendmarkt „Meet and Eat“ am Rudolfplatz in Köln wird nach über einem Jahrzehnt eingestellt. Die letzte Veranstaltung findet am Donnerstag, den 26. März, statt. Der Grund für die Schließung liegt in einer rechtlichen Entscheidung der Stadt, die die Erlaubnis für den Markt nicht verlängert.

Die Deutsche Marktgilde, die bundesweit Wochenmärkte organisiert, wird die Verantwortung für den Standort übernehmen. Der Betreiberwechsel ist auf die Feststellung der Stadt zurückzuführen, dass „Meet and Eat“ nicht mehr den Anforderungen eines Wochenmarktes entsprach. In den letzten Jahren bot der Markt überwiegend gastronomische Angebote an, während frische Produkte wie Obst, Gemüse oder Blumen kaum noch vertreten waren. Diese Entwicklung ist entscheidend, da auf Wochenmärkten nur selbst erzeugte Weine und Agrarprodukte verkauft werden dürfen, was im Fall von „Meet and Eat“ nicht eingehalten wurde.

Der Veranstalter Agrar-Konzept äußerte sich überrascht über die Entscheidung der Stadt. Geschäftsführer David Frahsek erklärte, dass man fassungslos sei und kritisierte, dass die Stadt kein Konzept zur Fortführung des bestehenden Marktes ausgeschrieben habe. Seit Herbst 2025 habe man versucht, den Markt zu verbessern und zusätzliche Stände zu integrieren. Der Ausschank von Alkohol sei stets auf Grundlage behördlicher Genehmigungen erfolgt, was nun als Ablehnungsgrund angeführt werde, obwohl dies außerhalb des Einflussbereichs des Veranstalters liege. Agrar-Konzept plant, Widerspruch gegen die Entscheidung einzulegen.

Die Deutsche Marktgilde wird am Rudolfplatz ein klassisches Sortiment eines Wochenmarktes anbieten, ergänzt durch Speisen, die vor Ort verzehrt werden können. Der neue Markt soll nach den Osterferien starten. Unterstützer von „Meet and Eat“ haben bereits eine Petition ins Leben gerufen, um den Erhalt des Marktes zu fordern.

Bildquelle: Depositphotos

Ronny Winkler