Mutmaßliche Drohnensichtungen am Flughafen Köln/Bonn führten am 12. August zur Sperrung des Luftraums und zur Umleitung mehrerer Flüge, insbesondere während der Landungen.
Flughafen Köln/Bonn: Luftraum wegen Drohnensichtungen gesperrt

Am Flughafen Köln/Bonn kam es aufgrund von mutmaßlichen Drohnensichtungen zu erheblichen Störungen im Flugbetrieb. Insbesondere die Landungen waren betroffen, was am Mittwoch, dem 12. August, gegen 12:30 Uhr zu einer Sperrung des Luftraums an mehreren Landebahnen führte. Ein Sprecher des Flughafens bestätigte die Vorfälle auf Anfrage.
Flugumleitungen aufgrund von Drohnensichtungen
Die Deutsche Flugsicherung (DFS) informierte den Flughafen über die Sichtungen, was dazu führte, dass für etwa 30 Minuten keine Landungen möglich waren. Während dieser Zeit konnten jedoch Starts weiterhin durchgeführt werden. Zwei Ryanair-Flüge, die sich bereits im Landeanflug auf Köln/Bonn befanden, mussten umgeleitet werden. Die Maschine aus Palermo, die um 12:45 Uhr landen sollte, wurde nach Frankfurt-Hahn umgeleitet. Eine halbe Stunde später traf es auch die Boeing 737 aus Porto, die ebenfalls in Frankfurt-Hahn landete.
Ermittlungen und Sicherheitsmaßnahmen
Die Bundespolizei meldete mindestens fünf Sichtungen von Drohnen, und ein Pilot wurde vor Ort angetroffen. Der Vorfall wird derzeit von der DFS und der Bundespolizei untersucht. Die DFS hat die Befugnis, Teile des Luftraums zu sperren, wenn Sicherheitsbedenken bestehen. Diese Maßnahmen sind besonders relevant, da die Sicherheitsbehörden nach einem Vorfall am Flughafen Leipzig, bei dem eine Drohne mit einem Sprengsatz gefunden wurde, besonders wachsam sind.
Folgen für den Flughafenbetrieb
Die Sperrung der Landebahnen führte nicht nur zu den Umleitungen, sondern auch zu Verzögerungen bei anderen Flügen, da Suchmaßnahmen auf dem Rollfeld durchgeführt wurden. Diese Maßnahmen betrafen mehrere Bereiche, was die Situation weiter komplizierte. Gegen 14 Uhr normalisierte sich der Betrieb jedoch wieder.
Hintergründe zu den Drohnensichtungen
Die Hintergründe der Drohnensichtungen sind derzeit unklar. Sicherheitsexperten äußern die Vermutung, dass möglicherweise ein Zusammenhang mit internationalen Spannungen besteht. Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen übernommen, um die Hintergründe der Vorfälle zu klären.
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Quellen: t-online, WDR, tagesschau
Bildquelle: depositphotos
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