Sechs Testpersonen haben im DLR in Köln 100 Tage isoliert ohne Sonnenlicht gelebt, um die Bedingungen auf einer Raumstation zu simulieren. Die europäische Crew bestand aus drei Frauen und drei Männern im Alter von 26 bis 32 Jahren.
Forschung im DLR: Teilnehmer verbringen 100 Tage ohne Sonnenlicht

Im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln haben sechs Personen drei Monate lang ohne Sonnenlicht und jeglichen Kontakt zur Außenwelt gelebt. Nach 100 Tagen in Isolation haben die Teilnehmer des Forschungsprojekts SOLIS100 die Simulationsanlage verlassen und kehrten am Freitag nach einer abschließenden Erholungsphase in ihren Alltag zurück.
Die europäische Crew bestand aus drei Frauen und drei Männern im Alter von 26 bis 32 Jahren. Ziel der Studie, die im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation (Esa) durchgeführt wurde, war es, die Auswirkungen von Langzeitmissionen unter extremen Bedingungen auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu untersuchen. Die Probanden lebten mehr als drei Monate in einer engen Umgebung, die keinen Zugang zu Sonnenlicht bot und sie von der Außenwelt abschottete.
Langzeitstudie SOLIS100: Isolation und Forschung
Während der 14 Wochen in Isolation musste die Crew mit begrenzten Vorräten, darunter haltbare Nahrungsmittel, auskommen und hatte keinen persönlichen Kontakt zu Familie und Freunden. Ihr Alltag umfasste wissenschaftliche Arbeiten, medizinische Datenerhebungen, ein striktes Sportprogramm sowie die Instandhaltung der Station. Der Austausch mit dem Kontrollzentrum erfolgte hauptsächlich über eine Sprechanlage.
Die DLR-Bereichsvorständin Anke Pagels-Kerp betonte, dass solche Untersuchungen entscheidend sind, um Astronauten auf die psychischen und physischen Herausforderungen zukünftiger Missionen zum Mond oder Mars vorzubereiten. Projektleiterin Amelie Therre erklärte, dass die Studie SOLIS100 darauf abzielt, Daten zu standardisieren, um künftige Unterstützungsmaßnahmen für Crews besser vergleichen zu können.
Datenauswertung nach der Isolation
Die Isolation fand in einer speziellen Forschungsanlage statt, die weltweit Studien zu extremen Umweltbedingungen ermöglicht. Das gesamte Projekt, einschließlich Vorbereitung und Nachuntersuchung, dauerte 126 Tage. Nach dem Verlassen der Anlage am 1. August wurden in einer einwöchigen Nachphase weitere Daten zum körperlichen und kognitiven Zustand der Crew erhoben.
Das Studienteam hat nun die Möglichkeit, die über den gesamten Zeitraum gesammelten Daten auszuwerten, um die Auswirkungen der Isolation auf die Teilnehmer zu bestimmen.
Quellen: t-online, tagesschau, WDR
Bildquelle: depositphotos
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.








