Nach einem umstrittenen Elfmeter in der Nachspielzeit gleicht Batshuayi aus und sichert Frankfurt einen Punkt gegen Wolfsburg.
Last-Minute Drama: Batshuayi rettet Eintracht Frankfurt einen Punkt

Michy Batshuayi hat Eintracht Frankfurt im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg durch einen kontroversen Elfmeter in der Nachspielzeit zumindest einen Punkt gerettet. Der belgische Stürmer verwandelte den Strafstoß in der sechsten Minute der Nachspielzeit zum 1:1 (0:0). Zuvor hatte Denis Vavro dem Frankfurter Arthur Theate an den Zopf gegriffen, nach Eingreifen des Video-Schiedsrichters gab es Elfmeter.
Aaron Zehnter brachte die Wolfsburger zunächst in Führung (67. Minute). Das Unentschieden hilft beiden Teams jedoch nicht wirklich weiter. Für die Wolfsburger war es nach zuvor vier aufeinanderfolgenden Pflichtspiel-Niederlagen immerhin ein kleines Achtungszeichen. Die Niedersachsen konnten sich jedoch im zweiten Spiel unter Interimscoach Daniel Bauer keine wirkliche Luft im Abstiegskampf verschaffen.
Die Eintracht erlebte vier Tage nach dem 0:3 in der Königsklasse gegen Atalanta Bergamo die nächste Enttäuschung in einem Heimspiel. Die Hessen blieben jedoch zumindest in der sechsten Partie in Folge in der Liga ungeschlagen.
Knauff ersetzt Burkardt als Sturmspitze
Die Eintracht musste aufgrund einer Muskelverletzung auf Top-Torjäger Jonathan Burkardt verzichten. Der Nationalstürmer wird auch für den Rest des Jahres ausfallen. Die entscheidende Frage vor dem Spiel war daher: Wen wird Coach Dino Toppmöller im Angriff aufstellen – Transfer-Flop Elye Wahi oder Routinier Michy Batshuayi? Die Antwort: keiner von beiden. Anstelle von Wahi, der aus sportlichen Gründen nicht einmal im Kader war, oder Batshuayi, wurde Ansgar Knauff in die Sturmspitze beordert.
Die Partie vor 58.000 Zuschauern begann mit einem Schweigen in den ersten zwölf Minuten auf den Rängen. Beide Fanlager protestierten damit wie auch schon in anderen Stadien an diesem Wochenende erneut gegen die geplanten strengeren Sicherheitsmaßnahmen der Innenministerinnen und Innenminister.
Götze vergibt für die Eintracht, Amoura für den VfL
Auch auf dem Spielfeld passierte zunächst nicht viel. Beide Mannschaften begannen nervös, wobei Eintracht Frankfurt sich etwas aktiver zeigte. Die beste Chance in der Anfangsphase vergab Mario Götze, dessen Schuss knapp am rechten Pfosten vorbeiging (12.).
Die Wolfsburger waren insgesamt sehr zurückhaltend und mussten bis zur 22. Minute auf ihre erste erwähnenswerte Gelegenheit warten. Nach einer präzisen Flanke von Christian Eriksen schoss Mohamed Amoura den Ball frei vor dem Eintracht-Torwart Michael Zetterer über das Tor.
In einer ersten Hälfte, die über weite Strecken trostlos war, erlebten die Frankfurter kurz vor der Pause ihre erste Drangphase. Eintrachts Offensivspieler Ritsu Doan scheiterte aus spitzem Winkel an VfL-Keeper Kamil Grabara (40.). Kurz darauf verhinderte Yannick Gerhardt den Wölfen das 0:0, als er einen Schuss von Arthur Theate kurz vor der Linie abwehren konnte (42.).
Zetterer erst unsicher, dann mit starker Parade
Nach der Halbzeitpause forderten die Frankfurter nach einem Foul von Lovro Majer an Knauff einen Elfmeter (55.). Die Berührung war jedoch weder für Schiedsrichter Harm Osmers noch für den VAR ausreichend für einen Strafstoß.
Die Gäste hatten die erste Möglichkeit der zweiten Halbzeit. Zetterer konnte einen kräftigen Distanzschuss von Eriksen nur nach vorne abwehren, den folgenden Schuss von Amoura konnte er jedoch glänzend mit dem Fuß parieren (59.).
Zehnter machte es besser als Amoura, als er die Wolfsburger für eine Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit einem satten Abschluss belohnte. Die Frankfurter kämpften in der Schlussphase um den Ausgleich und wurden erst durch den umstrittenen Elfmeter belohnt.







