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Frankreich und Polen setzen auf eigene Satellitentechnologie zur Internetversorgung

Frankreich und Polen kündigen den Bau eines Satelliten für das polnische Militär an, um eine unabhängige Internetverbindung für die Ukraine zu gewährleisten. Das Projekt zielt darauf ab, die Abhängigkeit von Elon Musks Starlink zu verringern und die europäische Verteidigungsfähigkeit bis 2030 zu …

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Wegen Musks Unberechenbarkeit?: Frankreich und Polen bauen Alternative zu Starlink
NSF’s National Optical-Infrared Astronomy Research Laboratory/CTIO/AURA/DELVE via Wikimedia Commons (CC BY 4.0)

Polen hat angekündigt, eine Alternative zu Elon Musks Starlink-Netzwerk zu entwickeln, um der Ukraine im Bedarfsfall Internetzugang zu gewähren. In Zusammenarbeit mit Frankreich wird Warschau nun den nächsten Schritt in diesem Vorhaben gehen.

Gemeinsames Satellitenprojekt für das polnische Militär

Frankreich und Polen haben den Bau eines Satelliten für das polnische Militär initiiert. Dieses Projekt ist Teil des Programms „Readiness“ der Europäischen Kommission, das darauf abzielt, Europa bis 2030 verteidigungsfähig zu machen. Der Kontinent sucht zunehmend nach eigenen Satellitendiensten, um globalen Wettbewerbern entgegenzuwirken und die Abhängigkeit von Starlink zu reduzieren. Politische Unsicherheiten in Bezug auf Elon Musk, den Eigentümer von Starlink, spielen hierbei ebenfalls eine entscheidende Rolle.

Die Ankündigung des EU-Projekts erfolgte während eines Treffens zwischen dem polnischen Regierungschef Donald Tusk und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Danzig. Konkrete finanzielle Details wurden dabei nicht veröffentlicht.

Technische Details des Satellitenprojekts

Die Unternehmen Thales Alenia Space, Airbus Defence and Space sowie das polnische Unternehmen Radmor werden gemeinsam einen Satelliten in einer geostationären Umlaufbahn entwickeln. Im Gegensatz zu den Starlink-Satelliten, die sich in einer niedrigen Erdumlaufbahn befinden, kann ein geostationärer Satellit aus einer festen Position in über 30.000 Kilometern Höhe große geografische Regionen abdecken, auch wenn die Datenübertragungsraten dabei geringer sind.

Weitere Themen der Gespräche zwischen Macron und Tusk

Bei ihrem Treffen erörterten Macron und Tusk auch Themen wie nukleare Abschreckung, Energiefragen und die 150 Milliarden Euro umfassende Sicherheitsinitiative SAFE der EU. Polen hat unter allen NATO-Mitgliedsstaaten die höchsten Verteidigungsausgaben im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung. Frankreich hingegen ist die einzige Atommacht innerhalb der EU. Macron betonte, dass es sinnvoll sei, in Bereichen wie Raketenabwehr, weitreichenden Waffensystemen, Frühwarnsystemen und der Raumfahrt gemeinsam Fortschritte zu erzielen.

Bildquelle: NSF’s National Optical-Infrared Astronomy Research Laboratory/CTIO/AURA/DELVE via Wikimedia Commons (CC BY 4.0)

TS