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Französischer Atomflugzeugträger Libre für 10,25 Milliarden Euro sendet Warnung an Trump und US-Navy

Frankreich plant den Bau des Atom-Flugzeugträgers „France Libre“, der bis 2038 etwa 10,25 Milliarden Euro kosten soll. Mit modernster Technologie soll er die strategische Autonomie des Landes stärken, während Experten Bedenken hinsichtlich der Kosten und zukünftiger Bedrohungen äußern.

Der 10,25 Milliarden Euro teure französische Atom-Flugzeugträger Libre hat eine klare Botschaft an die US-Navy und Trump
Bildquelle: Michael Afonso auf Unsplash

Frankreich setzt den Bau eines neuen Atom-Flugzeugträgers mit dem Namen „France Libre“ fort. Dieses Schiff wird mit einem Gewicht von 78.000 Tonnen und einer Länge von 310 Metern konzipiert, was es zu einem bedeutenden Upgrade im Vergleich zum bisherigen Träger „Charles de Gaulle“ macht. Der neue Träger soll ab 2038 in Dienst gestellt werden und wird den „Charles de Gaulle“ ersetzen, der dann nach 37 Jahren seinen Dienst beendet.

Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf etwa 10,25 Milliarden Euro. Die geplante „Strike Group“, die den Träger begleiten wird, umfasst unter anderem 30 Kampfflugzeuge, drei E-2D Hawkeye-Frühwarnflugzeuge sowie fünf bis sechs Hubschrauber. Zudem sind unbemannte Jets und Drohnen vorgesehen, um die Einsatzfähigkeit zu erhöhen.

Der „France Libre“ wird mit zwei neuen atomaren K22-Reaktoren betrieben und ist mit elektromagnetischen Katapulten ausgestattet, die in den USA hergestellt werden. Diese Technologie ermöglicht eine effizientere und schnellere Starts der Kampfjets im Vergleich zu herkömmlichen Katapulten.

Geplanter Bauzeitraum und strategische Überlegungen

Der gesamte Bauprozess des „France Libre“ ist auf 12 Jahre angelegt. Die wichtigsten Meilensteine umfassen:

  • Bauplanung und Tests: 2026 bis 2031
  • Baubeginn des Schiffsrumpfes in der Werft in Saint-Nazaire
  • Überführung zum Marinestützpunkt Toulon: Mitte 2035
  • Erprobung auf See: ab 2036
  • Beginn der Dienstzeit: 2038

Die französische Regierung unter Präsident Emmanuel Macron begründet das Projekt mit dem Ziel der strategischen Autonomie. Frankreich ist das einzige Land innerhalb der Europäischen Union, das über Atomwaffen verfügt, und strebt an, global handlungsfähig zu bleiben, ohne auf amerikanische Militärstützpunkte oder Tankflugzeuge angewiesen zu sein.

Kritik und Herausforderungen

Experten weisen jedoch auf die hohen Ausgaben im französischen Verteidigungshaushalt hin. Kritiker äußern Bedenken, dass moderne Gegner, wie beispielsweise der Iran, bis 2038 über fortschrittliche Anti-Schiffs-Waffen verfügen könnten, die die Effektivität von Flugzeugträgern gefährden. Diese Bedenken werden im „National Security Journal“ thematisiert.

Der „Charles de Gaulle“ ist seit 2001 im Einsatz und befindet sich derzeit im östlichen Mittelmeer, um Verbündete im Iran-Konflikt zu unterstützen. Ob Frankreich mit nur einem Flugzeugträger im Jahr 2038 auskommen wird, bleibt abzuwarten. Im Vergleich dazu verfügt die US-Navy aktuell über 11 Flugzeugträger, was die strategische Position der beiden Länder im globalen Kontext verdeutlicht.


Quellen: Focus, Handelsblatt

Bildquelle: Bildquelle: Michael Afonso auf Unsplash

Ronny Winkler