Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Champions-League-Kurs: Hoffenheim siegt gegen Union Berlin

Hoffenheim zieht vorübergehend mit Dortmund gleich. Kramaric mit Doppelpack, Union weiter sieglos.

Brach den Bann gegen Union: Torjäger Andrej Kramaric (2.v.r.).
Foto: Uwe Anspach/dpa

Die TSG 1899 Hoffenheim bleibt auf Champions-League-Kurs und hat in der Fußball-Bundesliga vorübergehend zumindest punktemäßig zu Borussia Dortmund aufgeschlossen. Vor lediglich 19.341 Zuschauern in Sinsheim eröffnete Andrej Kramaric mit einem Foulelfmeter (42. Minute) und einem Kopfball (45. Minute) das 3:1 (2:0) gegen den 1. FC Union Berlin. Es war der fünfte Sieg der Kraichgauer im fünften Spiel des Jahres.

Die Eisernen mussten noch ein Eigentor von Diogo Leite (47.) hinnehmen. Rani Khedira erzielte den Union-Treffer (71.). Eine Woche nach dem 0:3 gegen den BVB erlitt die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart den nächsten Rückschlag gegen ein Spitzenteam und wartet 2026 weiter auf den ersten Dreier.

Hoffenheim fordert nun den FC Bayern 

In der Zwischenzeit können die Hoffenheimer mit großem Selbstvertrauen am nächsten Wochenende zum FC Bayern München fahren. Sie haben den siebten Heimsieg in Folge errungen und somit den Clubrekord von 2017 unter dem heutigen Bundestrainer Julian Nagelsmann eingestellt.

Union trat mit der Hoffenheimer Leihgabe Stanley Nsoki in das Spiel ein, das unter ganz anderen Bedingungen stand als das Duell im Vorjahr: Damals siegten die Berliner mit 4:0 gegen die kriselnden Kraichgauer. Die TSG musste ohne den zuletzt so starken niederländischen Mittelfeldspieler Wouter Burger (Rot-Sperre) auskommen und stürmte erstmals seit seiner Rückkehr vom Afrika Cup mit Bazoumana Touré.

Nationalkeeper Baumann im Glück

Die Gastgeber zeigten in der Defensive ungewohnte Unkonzentriertheit und hätten beinahe nach sieben Minuten einen Rückstand hinnehmen müssen: Albian Hajdari rutschte bei einem riskanten Pass von Oliver Baumann aus; Nationaltorwart Baumann konnte dann gerade noch gegen seinen Kapitänskollegen Khedira abwehren.

Die Hoffenheimer waren auch nach vorne kaum wiederzuerkennen. Die Spielmacher Kramaric und Grischa Prömel hatten anfangs Schwierigkeiten, die Angreifer Touré, Fisnik Asllani und Tim Lemperle ins Spiel zu bringen.

Kramaric ganz lässig vom Elfmeterpunkt 

Erst als Leopold Querfeld bei einem Zweikampf Asllani an der Wade traf, bekam Kramaric die Möglichkeit zum Elfmeter. Der 34-jährige Kroate täuschte Frederik Rönnow lässig und erzielte das 1:0 – und feierte kurz danach erneut. Ungehindert konnte der TSG-Star nach einer Flanke von Touré einköpfen. Mit seinen Saisontoren sieben und acht hat sich Kramaric erneut für eine Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrages empfohlen.

Union war zuvor in den letzten drei Auswärtsspielen ungeschlagen, aber erlitt direkt nach der Halbzeitpause den nächsten Rückschlag. „Eine Flanke von Touré aus der Elfenbeinküste wurde von Leite ins eigene Tor zum 0:3 gelenkt.“ Erst nach dem Videobeweis wurde das Tor von Khedira als Anschlusstreffer anerkannt – die Berliner hatten in dem körperbetonten Spiel nicht viel mehr zu bieten.

dpa