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VfB Stuttgart demontiert Bayer Leverkusen mit 4:1-Sieg

Jamie Leweling und Co. lassen Leverkusen keine Chance und stürmen auf den 5. Tabellenplatz vor

Erstmals seit April 2018 gewinnt der VfB Stuttgart wieder gegen Leverkusen
Foto: Federico Gambarini/dpa

Der VfB Stuttgart hat durch ein beeindruckendes Auswärtsspektakel zu Bayer Leverkusen aufgeschlossen und seine Champions-League-Ambitionen unterstrichen. Das Team von Trainer Sebastian Hoeneß demontierte die Werkself in deren BayArena am Samstagabend mit 4:1 (4:0).

Insbesondere der Doppeltorschütze Jamie Leweling (7. Minute/45.) konnte die schwache Abwehr von Leverkusen nie kontrollieren. Die restlichen Tore für den ersten Stuttgarter Sieg seit fast acht Jahren gegen Bayer erzielten Maximilian Mittelstädt (29./Foulelfmeter) und Deniz Undav (45.+2).

Leverkusen erzielte nur einen Treffer vom Elfmeterpunkt: Alejandro Grimaldo verwandelte einen Foulelfmeter (66.). Trotzdem begann sein Team zum ersten Mal seit vier Jahren das neue Jahr mit einer Niederlage.

Stuttgart nun punktgleich mit Leverkusen 

Der VfB zog durch die beeindruckende Leistung im ersten Pflichtspiel des neuen Jahres mit 29 Punkten aus 16 Spielen gleich mit Leverkusen, die nun Tabellenvierter sind. Trainer Kasper Hjulmands Werkself hatte einen gebrauchten Tag ohne den verletzten Torjäger Patrik Schick.

«Er hat ein bisschen muskuläre Probleme. Nichts Großes, aber genug, um nicht zu spielen», sagte Hjulmand vor dem Spiel zum Fehlen des Tschechen bei Sky. Schick sah auf der Tribüne leidend mit an, wie sein Team schon in der ersten Halbzeit komplett auseinandergenommen wurde. Schon in der zweiten Minute bewahrte Leverkusens Torhüter Mark Flekken sein Team nach einem Leweling-Kopfball vor einem Rückstand. 

Leweling und Undav spielen Bayer vor der Pause schwindelig

Nur fünf Minuten später konnte er nach einem Traumpass von Undav auf Leweling nichts mehr ausrichten. Der VfB-Stürmer, der angeblich vom Premier-League-Club Bournemouth umworben wird, zeigte sein Können und spielte die Bayer-Verteidigung aus. Sein vermeintliches 2:0 wurde jedoch nach einer vorherigen Abseitsposition von Undav in der ersten Viertelstunde zurückgepfiffen. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit war Flekken erneut chancenlos gegen Lewelings schnellen und präzisen Fernschuss.

Zwischenzeitlich hatte Mittelstädt vom Punkt aus bereits auf 2:0 erhöht, weil Jeanuel Belocian Gegenspieler Josha Vagnoman allzu ungestüm im eigenen Strafraum gefoult hatte. Als Undav in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gar auf 4:0 erhöhte, gab es bei den mitgereisten VfB-Fans im Gästeblock kein Halten mehr. «Einer geht noch, einer geht noch rein» und «Bayer 04» höhnte der VfB-Anhang angesichts des unerwarteten Halbzeitstandes.

Trotz aller Bemühungen der Stuttgarter in den vorherigen Spielen gelang es ihnen in den letzten 15 Pflichtspielen gegen Leverkusen nicht zu gewinnen. Das 4:0 zur Halbzeit war jedoch sehr beruhigend für das Team von Hoeneß. Der VfB-Trainer feierte in seinem zwölften Pflichtspiel als Trainer gegen Leverkusen sogar seinen ersten Sieg gegen die Werkself überhaupt.

In der Halbzeit reagierte Bayer-Coach Hjulmand mit einem Doppelwechsel und ersetzte Belocian und Tella. Auch mit Loic Badé und Ernest Poku wurde die Situation nicht wesentlich verbessert. Obwohl die Gastgeber nun mehr Ballbesitz hatten, da sich Stuttgart zurückzog, konnten sie daraus kaum Kapital schlagen. Wenn es gefährlich wurde, rettete VfB-Keeper Alexander Nübel in der Not bravourös.

Ein Elfmeter musste verhängt werden, um Nübel zu überwinden. Der zuvor starke VfB-Innenverteidiger Jeff Chabot hatte Malik Tillman zu Boden gebracht.

dpa