Die Berliner Polizei verbietet für die Gedenkveranstaltungen zum Kriegsende an sowjetischen Ehrenmalen russische Fahnen und Uniformen. Dies dient der Vermeidung von Provokationen und Gewalt im Kontext des Ukraine-Kriegs.
Gedenken: Russische Fahnen und Uniformen in Berlin verboten

Berlin – Die Polizei hat entschieden, dass während der Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag des Kriegsendes an den drei sowjetischen Ehrenmalen in Berlin russische Fahnen und Uniformen aufgrund des Ukraine-Kriegs nicht erlaubt sind.
Am Freitag und Samstag sind an den Ehrenmalen im Treptower Park, am Brandenburger Tor und in Schönholz Flaggen und Symbole, die mit Russland in Verbindung stehen, untersagt. Dies schließt auch militärische Uniformen, Abzeichen, Marsch- und Militärlieder sowie jegliche Symbole ein, die Russland im Krieg gegen die Ukraine unterstützen.
Die Polizei begründet diese Maßnahmen mit der zu erwartenden Konfrontation unterschiedlicher politischer Ansichten aufgrund des Russland-Ukraine-Kriegs. Ziel sei es, Provokationen, Einschüchterungen und gewalttätige Auseinandersetzungen zu vermeiden und ein respektvolles Gedenken zu gewährleisten.
Ausnahmen für bestimmte Gruppen
Es gibt jedoch Ausnahmen für Diplomaten, Veteranen des Zweiten Weltkriegs und Vertreter einiger Staaten. Am Freitag und Samstag planen verschiedene russische und deutsche Gruppen sowie Initiativen, mit Kundgebungen und Demonstrationen an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa und die Befreiung von der Nazi-Herrschaft im Mai 1945 zu erinnern. Traditionell werden auch Kränze niedergelegt.
Mitglieder der russisch-nationalistischen Rockergruppe „Nachtwölfe“ haben ebenfalls angekündigt, an den Gedenkveranstaltungen teilzunehmen. Diese Gruppe ist in der Vergangenheit aus Osteuropa nach Deutschland gereist, um an den Gedenkterminen teilzunehmen. Die Polizei hat bereits angekündigt, die Gruppe im Auge zu behalten und entsprechend zu reagieren.
Verbotene Motorradkorso mit Fahnen
Unklar bleibt, ob die „Nachtwölfe“ erneut nach Berlin fahren werden, um Kränze niederzulegen. In den vergangenen Jahren wurde die Gruppe von der Berliner Polizei eng begleitet. Die Durchführung eines langen Motorradkorso mit Fahnen und Abzeichen wurde jedoch untersagt, was von dem Club kritisiert wurde.
Die Polizei hat betont, dass die Maßnahmen notwendig sind, um die öffentliche Ordnung während der Gedenkveranstaltungen zu wahren und um sicherzustellen, dass die Erinnerungen an die Opfer des Krieges in einem angemessenen Rahmen gewürdigt werden.
Die Gedenkveranstaltungen sind ein wichtiger Bestandteil der Erinnerungskultur in Deutschland, und die Polizei wird alles daran setzen, dass diese in einem friedlichen und respektvollen Rahmen stattfinden können.
Quellen: B.Z.
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