Gianna Nannini fand in den 1980er-Jahren auf einem Bauernhof bei Köln unter der Anleitung des Produzenten Conny Plank ihren eigenen Sound, was einen Wendepunkt in ihrer Karriere darstellte. Plank, der zuvor große Namen abgelehnt hatte, erkannte Nanninis Talent und half ihr, ihre musikalische Iden…
Gianna Nannini: Ein Bauernhof bei Köln prägte ihren musikalischen Werdegang

Gianna Nannini fand auf einem Bauernhof in der Nähe von Köln ihren charakteristischen Klang. Der Produzent Conny Plank, der auch Größen wie David Bowie und Bono ablehnte, entschied sich, mit ihr zu arbeiten.
Der alte Bauernhof in Wolperath, einem kleinen Dorf mit etwa 1.500 Einwohnern, stellte für die italienische Rockmusikerin in den 1980er-Jahren einen entscheidenden Wendepunkt in ihrer Karriere dar. In Planks Studio entdeckte Nannini ihren eigenen Stil. In einem Interview äußerte die heute 72-Jährige, wie bedeutend das Rheinland für ihre musikalische Entwicklung war.
Der erste Kontakt zwischen Nannini und Plank fand in Köln im Hotel Intercontinental statt. Dort äußerte Plank Kritik an ihrem Album „America“, das stark von amerikanischen Vorbildern geprägt war. Er riet ihr, ihre eigene Identität zu finden und ihre mediterrane Stimme zu betonen. 1982 nahm Nannini schließlich ihr viertes Album in Planks Studio auf, das sich nicht weit von Köln befand. Die Aufnahmen waren für sie aufregend, da Plank zuvor mit Bands wie DAF und Ultravox gearbeitet hatte.
Plank war bekannt für seine unkonventionelle Herangehensweise und seine Unabhängigkeit von kommerziellen Interessen. Nannini berichtete, dass er oft betonte, nicht mit dem „kleinen Jesus“ arbeiten zu wollen. Dennoch fand er Nanninis Stimme passend für Soul und stimmte der Zusammenarbeit zu. Die Zeit auf dem Bauernhof beschreibt sie als märchenhaft und magisch. Dort trafen sich auch andere Musiker, und die gemeinsame Zeit mit Planks Familie war prägend. Die Küche diente zudem als Testort für den Soundmischer.
Die Zusammenarbeit endete tragisch, als Plank während der Arbeiten an dem Album „Profumo“ (1986) bereits gesundheitlich angeschlagen war. Er verstarb Ende 1987. Als Nannini über seinen Tod spricht, wird sie emotional. Sie beschreibt den Schmerz, den sie bei seinem Verlust empfand, und vergleicht ihn mit dem Verlust ihres Vaters. Die Möglichkeit, ihre Musik in Köln aufzunehmen, erfüllt sie bis heute mit Stolz und hat für sie eine spirituelle Bedeutung.
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Quellen: t-online
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