Google Maps integriert neue KI-Funktionen, die die Navigation revolutionieren. Mit „Ask Maps“ können Nutzer in natürlicher Sprache nach Orten suchen, während die „Immersive Navigation“ eine personalisierte Routenführung bietet.
Google Maps verändert Navi-App grundlegend

Google Maps wird durch neue KI-Funktionen deutlich intelligenter. Die Integration von Gemini revolutioniert die Suche, Navigation und Parkplatzsuche.
Die Neugestaltung von Google Maps erfolgt schrittweise seit März 2026, zunächst in den USA und Indien. Erste Praxisvideos auf Plattformen wie X und YouTube zeigen, wie sich die Navigations-App für die Zukunft positioniert.
Im Mittelpunkt stehen zwei wesentliche Neuerungen: die KI-Funktion „Ask Maps“ und die „Immersive Navigation“. Beide Funktionen nutzen das KI-Modell Gemini von Google, wodurch die Karten-App nicht mehr nur Routen anzeigt, sondern als persönlicher Reise- und Fahrassistent agiert.
Google Maps: Einführung von „Ask Maps“
Mit „Ask Maps“ führt Google eine dialogbasierte KI-Suche direkt in Google Maps ein. Nutzer können nun natürliche Fragen stellen, anstatt nur Schlagworte einzugeben.
Beispiele für Fragen sind:
- „Wo finde ich ein Café mit gutem WLAN und wenig Lärm?“
- „Welche Route hat die schönste Aussicht?“
- „Wo kann ich mein Handy laden, ohne lange warten zu müssen?“
Die KI analysiert Bewertungen, Öffnungszeiten, Standortdaten und frühere Suchanfragen, um eine personalisierte Karte mit passenden Vorschlägen zu erstellen.
Google gibt an, dass über 300 Millionen Orte weltweit erfasst sind und mehr als 500 Millionen Nutzer Inhalte wie Bewertungen oder Fotos beitragen.
Die Funktion „Immersive Navigation“
Die neue „Immersive Navigation“ verwandelt die Karte in eine interaktive 3D-Darstellung. Gebäude, Brücken, Fahrspuren, Ampeln und Kreuzungen werden räumlich dargestellt, um Fahrern zu helfen, komplizierte Situationen frühzeitig zu erkennen und intuitiv zu reagieren.
Zu den Neuerungen gehören:
- Transparente Gebäude für bessere Übersicht
- Intelligente Zooms vor Spurwechseln
- Natürlichere Sprachansagen
- Echtzeit-Hinweise auf Baustellen und Unfälle
- Parkplatz- und Eingangshilfen am Zielort
Die KI wertet laut Google Street-View-Aufnahmen, Luftbilder und aktuelle Verkehrsdaten aus, um die Umgebung realistisch darzustellen. Dies soll dazu beitragen, dass Fahrer komplexe Kreuzungen und Spurwechsel früher erkennen.
Erweiterte Funktionen durch Augmented Reality
Mit der Funktion „Live View“ wird die Suche um Augmented Reality erweitert. Nutzer können das Kamera-Symbol aktivieren und ihre Umgebung direkt über das Smartphone erfassen. Die App blendet Informationen zu Restaurants, Geldautomaten, Parks oder Bahnhöfen direkt ins Kamerabild ein.
Auch Öffnungszeiten, Bewertungen und Wegbeschreibungen sollen so schneller angezeigt werden, ohne dass Nutzer klassische Suchanfragen eintippen müssen.
Integration von Google Lens
Eine weitere Neuerung ist die Verbindung von Google Lens mit Maps. Diese Funktion kombiniert künstliche Intelligenz mit erweiterten Realitätselementen, um Informationen zur direkten Umgebung einzublenden. Nutzer können ihr Smartphone auf ein Geschäft oder ein Restaurant richten, um sofort zusätzliche Informationen zu erhalten.
Historische Funktionen und die Rolle von Gemini
Zusätzlich experimentiert Google Maps mit historischen Inhalten. Das Projekt „HistoryPin“ ermöglicht es Nutzern, alte Fotos und Geschichten mit heutigen Kartenansichten zu verbinden. Nutzer können eigene historische Bilder hochladen und bestimmten Orten zuordnen, was eine interaktive Karte mit historischen Erinnerungen schafft.
Im Hintergrund arbeitet Googles KI-Modell Gemini, das die Navigation optimiert. Gemini soll Verkehrslagen schneller erkennen, Alternativrouten intelligenter berechnen und Sprachansagen natürlicher formulieren.
Verfügbarkeit der neuen Funktionen
Der Rollout der neuen Funktionen erfolgt zunächst in den USA und Indien, während weitere Länder in den kommenden Monaten folgen sollen. Google hat bislang keinen konkreten Termin für Deutschland genannt. Unterstützt werden Android und iPhone, ebenso Android Auto und Apple CarPlay. Einige Funktionen könnten jedoch leistungsfähige Smartphones erfordern, insbesondere die 3D-Darstellungen.
Quellen: Focus, WirtschaftsWoche
Bildquelle: Mkkagain via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)








