Sophia und Kai Havertz haben der Kinderpalliativstation „Zeitinsel“ in Leverkusen eine Spende von 100.000 Euro übergeben und verbrachten über zwei Stunden mit den Patienten und deren Familien.
Havertz-Ehepaar unterstützt Kinderpalliativstation mit großzügiger Spende

Kinderpalliativstation erhält Unterstützung von Sophia und Kai Havertz
Sophia und Kai Havertz haben die Kinderpalliativstation „Zeitinsel“ im Klinikum Leverkusen besucht und dabei eine Spende in Höhe von 100.000 Euro übergeben. Das Ehepaar nahm sich während ihres Besuchs viel Zeit, um mit den Familien der jungen Patienten zu sprechen.
Am Mittwoch war Kai Havertz in Leverkusen, um einen Termin wahrzunehmen, der nicht mit seinem Beruf als Fußballspieler in Verbindung stand. Begleitet von seiner Frau Sophia, die aus Köln stammt, verbrachte das Paar über zwei Stunden in der Einrichtung. Während ihres Aufenthalts hatten sie die Gelegenheit, mit den kleinen Patienten, deren Angehörigen und dem Klinikpersonal zu interagieren. Unter den Kindern, die sie trafen, war auch der zweijährige Lio, bei dem das Joubert-Syndrom diagnostiziert wurde, eine genetische Erkrankung des Gehirns, die auch Leber und Nieren beeinträchtigen kann.
Symbolische Scheckübergabe und persönliche Eindrücke
Im Rahmen des Besuchs überreichte Havertz, gemeinsam mit seiner Schwester Lea, einen symbolischen Scheck über 100.000 Euro aus der Kai-Havertz-Stiftung. Diese Förderung war bereits Mitte Juli angekündigt worden, als das Klinikum bekannt gab, dass der 27-Jährige die Patenschaft für die Station übernehmen würde. Havertz, der zwischen 2016 und 2020 für Bayer 04 in der Bundesliga spielte und heute bei Arsenal London unter Vertrag steht, äußerte sich zu seinem Besuch: „In Leverkusen hat meine Reise begonnen, hier bin ich groß geworden.“ Er bezeichnete die Station als einen „ganz besonderen Ort, der schwerstkranken Kindern und ihren Familien Geborgenheit, Zeit und Hoffnung schenkt“ und betonte, dass ihn der Besuch sehr berührt habe.
Wichtigkeit der Unterstützung für betroffene Familien
Frédéric Brandenburg, Mitglied des pflegerischen Leitungsteams, erläuterte, welche Bedeutung solche Besuche für die betroffenen Familien haben. Er betonte, dass die Familien täglich mit enormen Herausforderungen konfrontiert sind und dass es für sie von großer Bedeutung ist, dass Menschen wie Kai und Sophia Havertz ihnen mit echtem Interesse und Wertschätzung begegnen.
Neuer Raum für Therapien und Behandlungen
Die Kinderpalliativstation „Zeitinsel“ wurde im Juli 2025 in einem Neubau mit einem geschützten Garten eröffnet. Die Finanzierung erfolgte durch Landesmittel sowie durch Großspenden und zahlreiche kleinere Beträge von Unternehmen und Privatpersonen aus der Region. Die Einrichtung betreut Kinder und Jugendliche, deren Erkrankungen ihre Lebenszeit verkürzen. Ein interdisziplinäres Team aus Medizin, Pflege und Therapie hat das Ziel, Beschwerden wie Schmerzen oder Atemnot zu lindern und die Angehörigen zu entlasten. Ein erheblicher Teil der Angebote wird jedoch nicht von den Krankenkassen übernommen. Dazu zählen unter anderem Musik- und Kunsttherapie, psychologische Begleitung für Eltern und Geschwister sowie die Unterbringung in speziell eingerichteten Familienzimmern, wie Dr. Dejan Vlajnic, der ärztliche Leiter der Station, bereits im Juli erklärte.
Die 100.000 Euro aus der Havertz-Stiftung sollen unter anderem in einen Raum investiert werden, der für Musiktherapie und andere Behandlungen genutzt werden kann, sowie in tiergestützte Therapieformen mit Hunden oder Pferden. Dr. Vlajnic hatte bereits bei der Ankündigung im Juli betont, dass die Unterstützung durch Havertz und seine Stiftung von großer Bedeutung für die Einrichtung ist.
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Quellen: t-online
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