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Hawaii erschüttert: Erdbeben der Stärke 6,0 verursacht Verwüstung auf der Insel

Ein Erdbeben der Stärke 6,0 erschüttert Hawaii, das Epizentrum lag in der Nähe von Honaunau-Napoopoo. Aktuelle Berichte deuten auf keine nennenswerten Schäden hin, doch die vulkanische Aktivität auf der Insel bleibt erhöht.

Erdbeben Hawaii: Stärke 6,0 erschüttert die Insel
KI-generiert

Ein starkes Erdbeben mit einer Magnitude von 6,0 hat die Insel Hawaii im Pazifik erschüttert. Nach Angaben des United States Geological Survey (USGS) lag das Epizentrum des Bebens sechs Kilometer ostsüdöstlich von Honaunau-Napoopoo. Die Tiefe des Erdbebens wurde mit 16,1 Kilometern angegeben.

Das Beben ereignete sich am Freitagabend um 21:46 Uhr Ortszeit, was in Deutschland 9:46 Uhr am Samstagmorgen entsprach. Der hawaiianische Erdbebendienst meldete ebenfalls eine Magnitude von 6,0, verortete das Beben jedoch 12 Kilometer südlich von Honaunau-Napoopoo und in einer Tiefe von 22,4 Kilometern.

Bislang gibt es keine Berichte über nennenswerte Schäden oder Verletzte. Das zuständige Tsunami-Warnzentrum der US-Wetterbehörde NOAA hat erklärt, dass für Hawaii keine Tsunami-Gefahr besteht.

Ursachen für Erdbeben auf Hawaii

Hawaii befindet sich nicht an einer Plattengrenze, sondern über einem sogenannten Hotspot im Pazifik. Hierbei handelt es sich um einen Bereich, in dem heißes Material aus dem Erdmantel aufsteigt und aktive Vulkane wie Kīlauea und Mauna Loa speist. Erdbeben auf Big Island sind häufig das Resultat von Magmabewegungen, Spannungen im Vulkansystem oder Verschiebungen an den Flanken der Vulkane.

Aktuelle Beobachtungen des USGS zeigen, dass die vulkanische Aktivität am Kīlauea derzeit erhöht ist. Es werden anhaltende Bodenhebungen und glühende Lava im Halemaʻumaʻu-Krater registriert. Ein direkter Zusammenhang zwischen diesen Aktivitäten und dem jüngsten Erdbeben wurde jedoch bislang nicht bestätigt.

Historische Erdbeben auf Hawaii

Die Insel Hawaii hat eine Geschichte von stärkeren Erdbeben. Ein bemerkenswertes Ereignis war das Kīholo-Bay-Erdbeben im Oktober 2006, das eine Magnitude von 6,7 aufwies und zu Schäden an Straßen sowie Stromausfällen führte. Ein weiteres schweres Beben ereignete sich 1975 in der Nähe von Kalapana, wo eine Stärke von 7,7 gemessen wurde, was zu erheblichen Schäden und einem Tsunami führte.

Die geologischen Gegebenheiten und die vulkanische Aktivität machen Hawaii zu einem Gebiet, in dem Erdbeben häufig auftreten. Die Bevölkerung ist daher auf solche Naturereignisse vorbereitet, auch wenn die Auswirkungen in diesem Fall zunächst als gering eingeschätzt werden.


Quellen: t-online, volcanoadventures

Ronny Winkler