Nach der Niederlage gegen Magdeburg hat Hertha-Trainer Stefan Leitl Unmut im Team geäußert und fordert mehr Führungsqualitäten von den Kapitänen. Die Reibung zwischen Spielern und Trainer hat zugenommen, was zu Spannungen in der Kabine führt.
Hertha BSC: Darum brodelt es in der Hertha-Kabine!

Hertha BSC sieht sich nach der Niederlage in Magdeburg mit internen Spannungen konfrontiert
Nach der jüngsten Niederlage gegen Magdeburg (0:1) hat der Trainer von Hertha BSC, Stefan Leitl, eine deutliche Ansage gemacht. Diese Situation hat sich bereits seit mehreren Spielen angedeutet, in denen das Team gegen Kiel (0:1), Braunschweig (1:1) und Kaiserslautern (0:1) nicht gewinnen konnte. Die Spannungen zwischen dem Trainer und der Mannschaft haben einen Punkt erreicht, an dem eine Entladung notwendig erscheint.
Ein Beispiel für die angespannte Lage ist das Spiel gegen Braunschweig, in dem Hertha bis zur 78. Minute mit 1:0 führte, aber den Sieg und die damit verbundenen Aufstiegschancen leichtfertig verspielte. Nach diesem Spiel holte sich Trainer Leitl die drei Kapitäne Fabian Reese, Toni Leistner und Deyovaisio Zeefuik vor die versammelte Mannschaft und forderte mehr Führungsstärke von ihnen. Gleichzeitig appellierte er an das Team, trotz der verpassten Aufstiegschancen in den verbleibenden Spielen alles zu geben, um die maximale Punkteausbeute zu erreichen.
Hertha dominiert, kann aber nicht gewinnen
Im darauffolgenden Heimspiel gegen Kiel zeigte Hertha eine dominierende Leistung mit 23:6 Torschüssen, verlor jedoch unglücklich mit 0:1. Die Negativserie setzte sich mit der Niederlage in Magdeburg fort, die den bisherigen Höhepunkt der Erfolglosigkeit darstellt. Wieder blieb das Team ohne eigenen Treffer, und Leitl wechselte Kapitän Reese vorzeitig aus. Nach dem Spiel äußerte er sich verärgert und kündigte an, dass es Konsequenzen geben werde: „So wird sich meine Mannschaft nicht mehr präsentieren.“
Die Auswechslung von Reese sorgte für Unverständnis unter den Spielern. Er gilt als einer der gefährlichsten Angreifer des Teams mit 10 Toren und 12 Vorlagen. Leitl kritisierte jedoch seine defensive Leistung, insbesondere in der Situation, die zum Gegentor führte. Trotz der Auswechslung war Reese der Spieler mit den meisten Torschüssen, Flanken, Dribblings und Sprints in diesem Spiel.
Unzufriedenheit unter den Reservisten
Zusätzlich zur Situation um Reese sind auch andere Spieler unzufrieden. Einige Reservisten, die sich Hoffnungen auf Einsätze im Saisonendspurt gemacht hatten, wurden nicht berücksichtigt. Pascal Klemens, der kürzlich auf Wunsch von Leitl seinen Vertrag bis 2028 verlängert hatte, blieb auf der Bank, obwohl die regulären Spieler in der Doppelsechs gesperrt waren. Leon Jensen konnte ebenfalls nicht in den Kader aufgenommen werden.
Vor dem letzten Heimspiel der Saison gegen Fürth steht Trainer Leitl vor der Herausforderung, die internen Konflikte zu lösen. Es bleibt abzuwarten, ob er es schafft, in der Mannschaft wieder ein positives Klima zu schaffen. Andernfalls könnte ein heißer Sommer für alle Beteiligten bevorstehen.
Quellen: B.Z., stern








