Nach seiner Alkoholfahrt muss HSV-Profi Jean-Luc Dompé eine hohe Strafe zahlen. Die Summe ist laut Club vereinsinterner Rekord. Am Training darf er wieder teilnehmen, aber noch nicht wieder spielen.
HSV-Profi Dompé muss Rekordstrafe zahlen

Der französische Fußballprofi Jean-Luc Dompé muss nach seiner Alkoholfahrt eine Geldstrafe im sechsstelligen Bereich zahlen. Das teilte der norddeutsche Traditionsclub mit, nachdem es ein weiteres Gespräch mit dem 30-Jährigen gegeben hatte. Der Aufsteiger sprach von einer «HSV-Rekordgeldstrafe».
Dompé wird auch in dieser Woche weiterhin vom Spielbetrieb der Bundesliga-Mannschaft ausgeschlossen bleiben und wird am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim 1. FC Heidenheim noch nicht wieder auf dem Rasen mitspielen dürfen. Allerdings soll Dompé in dieser Woche wieder mit dem Training beginnen.
Der seit 2022 zum HSV gehörende Offensivspieler entschuldigte sich zum ersten Mal öffentlich in der Mitteilung des Bundesligisten. «Mir ist bewusst, dass es mit einer einfachen Entschuldigung nicht getan ist. Meiner Vorbildfunktion bin ich absolut nicht gerecht geworden», wurde der Offensivspieler zitiert. Er habe schwerwiegende Fehler begangen und dafür trage er die vollen Konsequenzen.
Dompé: «Es tut mir wahnsinnig leid»
Dompé wurde bei einer Polizei-Verkehrskontrolle betrunken am Steuer erwischt und zur Wache gebracht. Berichten zufolge betrug der Promillewert 1,4. Beim Verlassen der Wache wurde er beobachtet, wie er mit einem E-Scooter weiterfuhr, was zu einem zweiten Verfahren führte. Danach wurde der Offensivspieler vom Verein suspendiert und verpasste somit das überraschende 2:2 gegen den FC Bayern.
«Ich kann die Enttäuschung des Clubs, des Trainerteams und all der Fans, die mich bis hierhin immer unterstützt haben, verstehen. Es tut mir wahnsinnig leid. Auch, dass ich das Team in dieser Phase, den so wichtigen Wochen, im Stich gelassen habe», sagte Dompé demzufolge weiter. Er erklärte, soziales Engagement leisten zu wollen.
Nicht erster Vorfall
Nach der Partie gegen die Bayern hatte HSV-Finanzvorstand Eric Huwer durchblicken lassen, dass Dompé möglicherweise auf eine Begnadigung hoffen kann. «Die Tür bleibt auf. Das schauen wir uns an, wie sich der Spieler verhält», sagte er und fügte hinzu. «Die Woche war schon emotional. Das war nicht zu akzeptieren, das Fehlverhalten. Wir wissen, was wir an Jean-Luc haben. Nichtsdestotrotz: Aus Fehlern muss man lernen. Der Trainer hat es so gesagt: Keiner ist größer als der Verein», sagte Huwer.
Es ist auch nicht das erste Mal, dass es um den dribbelstarken Offensivkünstler einen Vorfall gab. Dompé war Anfang 2023 in einen Autounfall in der Hamburger Innenstadt im Stadtteil St. Pauli verwickelt. Trotz erster Berichte soll es sich jedoch nicht um ein illegales Autorennen gehandelt haben.








