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102 Schüler im Internat gestorben

Eine unfassbare Zahl. Mindestens 102 Schüler sind auf dem Internatsgelände verstorben. Die Zahl der Toten kann jedoch noch steigen.

Foto: Symbolbild von depositphotos

Eine unfassbare Zahl. Mindestens 102 Schüler sind auf dem Internatsgelände verstorben. Die Zahl der Toten kann jedoch noch steigen.

Vor wenigen Tagen haben Forscher die Namen von 102 indianischen Schülern aufgedeckt, welche in einem von der Regierung betriebenen Internat in Nebraska gestorben sind.

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Die Genoa U.S. Indian Industrial School in Genoa, Nebraska, entstand in einem einräumigen Schulhaus, das die Vereinigten Staaten im Rahmen ihrer vertraglichen Verpflichtungen ursprünglich im Pawnee-Reservat errichtet hatten. Nachdem die Pawnees Mitte der 1870er Jahre in das Indianerterritorium (das heutige Oklahoma) vertrieben worden waren, wandelten die Vereinigten Staaten ihre Schule in die Genoa School um.

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Schließlich wurde Genoa zu einem weitläufigen, 640 Hektar großen Campus mit über dreißig Gebäuden. In den fünfzig Jahren ihres Bestehens von 1884 bis 1934 nahm die Schule Tausende von Kindern aus über vierzig Indianernationen auf.

Wie die Omaha World-Herald berichtet, wurde die Entdeckung gemacht, nachdem in den letzten Wochen mit Hilfe von einem Bodenradar nach einem Friedhof gesucht wurde. Dieser wurde einst von der Schule genutzt und von 1884 bis 1934 in Genoa betrieben.

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Die Schule in Genoa war eine der größten in einem System von 25 staatlich geführten Internaten für amerikanische Ureinwohner. Die dunkle Geschichte des Missbrauchs an diesen Schulen ist nun Gegenstand einer landesweiten Untersuchung.

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Margaret Jacobs, Co-Direktorin des Genoa Indian School Digital Reconciliation Project, sagte, dass es sich bei einigen der bisher identifizierten Namen um Duplikate handeln könnte, die tatsächliche Zahl der Todesopfer aber wahrscheinlich viel höher ist.

Jacobs sagte, dass viele der Kinder an Krankheiten wie Tuberkulose starben. Über einige andere Todesfälle, wie z. B. Ertrinken, berichteten die Zeitungen zu jener Zeit.

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Als die Schule geschlossen wurde, wurden die Dokumente entweder vernichtet oder über das ganze Land verstreut. Sie zu finden, hat sich sowohl für das Genua-Projekt als auch für andere, die an der Sammlung von Informationen über die Schulen arbeiten, als schwierig erwiesen.

Viele der Namen, die mit der Genoa in Verbindung gebracht werden, wurden in Zeitungsarchiven gefunden, darunter auch in den Schülerzeitungen der Schule, sagte Jacobs, der auch Geschichtsprofessor an der University of Nebraska-Lincoln ist.

nf24