Wie ticken Impfgegner? Gehen Esoteriker und Rechtsradikale Hand in Hand gegen die Wissenschaft vor? Sind das alles narzisstische Egoisten?
Impfverweigerer: Dumm, rechtsradikal und perspektivlos?

Wie ticken Impfgegner? Gehen Esoteriker und Rechtsradikale Hand in Hand gegen die Wissenschaft vor? Sind das alles narzisstische Egoisten?
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Knallharte 2G-Regeln.
Deutschland steuert auf den nächsten Lockdown zu. Ab heute gelten extrem strenge 2G-Regeln. Die Inzidenz steigt auf über 300, die Zahl der Toten steigt und die Intensivstationen sind wieder kurz vor dem Zusammenbruch.
Warum sind trotzdem rund ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland ungeimpft?
Bei den Ungeimpften, gibt es einen harten Kern, rund 10 Prozent der Bevölkerung, die sich den Corona-Maßnahmen widersetzen, sich weigern Masken zu tragen und sich impfen zu lassen. Was hat diese Leute so radikalisiert?
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Dumm, esoterisch und rechtsradikal?
18 Millionen Menschen sind ungeimpft und werden von vielen Mitbürgern als dumm und esoterisch und rechtsradikal bezeichnet. Stimmen diese Behauptungen? Eine Studie ist dem jetzt nachgegangen. Sie gibt Aufschluss über Alter, Bildungsstand, Beruf und politische Einstellung.
Studien-Ergebnisse
„Laut Studien gehören Ungeimpfte tendenziell eher jüngeren Altersgruppen an und kommen aus Ostdeutschland. Doch auch die politische Einstellung sowie die wirtschaftliche Lage der Menschen spielen als Faktoren in die Impfentscheidung mit hinein“, berichtet „news.de“.
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67,3 Prozent der Deutschen sind bereits vollständig geimpft und Viele wollen oder haben sich bereits eine 3. Impfung (Booster) verabreichen lassen. Das entspricht rund 56 Millionen der 83 Millionen Bewohner. Wie „Focus“ berichtet, bleiben aber 27 Millionen Ungeimpfte übrig, von denen 9,2 Millionen Kinder unter 12 sind, die von der Stiko noch keine Impfempfehlung erhalten haben. Aber das kann sich bald ändern. So gibt es bereits Notfallzulassungen etwa in den USA für Kinder. Die restlichen 18 Millionen Menschen sind hingegen durchaus impffähig. Einige wenige können sich nicht impfen lassen, da sie an bestimmten Vorerkrankungen leiden. Andere behaupten dies lediglich oder haben Angst vor Nebenwirkungen oder lehnen Impfungen prinzipiell ab.
Der „Focus“ beruft sich auf eine Forsa-Studie, laut der 64 Prozent der derzeit Ungeimpften hartnäckige Impfverweigerer sind. 29 Prozent zögern aus Unsicherheit noch, sich den schützenden Piks verabreichen zu lassen. Lediglich sieben Prozent der bislang Ungeimpften seien derzeit bereit, sich impfen zu lassen.
In Österreich hat die Einführung der 2G-Regel viele motiviert, sich impfen zu lassen. Diese Hoffnung herrscht auch in Deutschland.
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12 Millionen Ungeimpfte zwischen 18 und 59 Jahren
Leider sind mehr als die Hälfte der jungen (12-17-Jährige) Menschen in Deutschland derzeit noch nicht vollständig geimpft. 43 Prozent dieser Altersgruppe ist hingegen bereits vollständig geimpft. Da die Ständige Impfkommission (Stiko) die Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab 12 erst im August aussprach, könnte sich der Teil der Impfungen in dieser Altersgruppe noch schnell erhöhen. Dann können Kinder wieder ungefährdet zur Schule gehen und Maßnahmen wie etwa die Maskenpflicht usw. reduziert werden.
Allerdings sind bei den 18- bis 59-Jährigen, die die größte Bevölkerungsgruppe ausmachen, 22 Prozent immer noch nicht geimpft. Das entspricht 12 Millionen Bürgerinnen und Bürgern. Ihnen steht eine Zahl von rund 85,5 Prozent Geimpften bei den Menschen über 60 gegenüber. Das spiegelt auch die Impfstrategie wider, zuerst die Alten und Gebrechlichen zu schützen. Die Verteilung der Impfgegner auf die Geschlechter ist fast gleich. Laut einer Untersuchung des Max-Planck-Instituts von 27 Ländern waren 14,5 Prozent der weiblichen Ungeimpften noch unentschlossen und nur 13 Prozent der Männer.
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Radikaler Egoismus kostet Leben
Das Problem ist, viele in den mittleren Jahren denken fälschlicherweise, ihr Immunsystem sei stark und der Virus könne ihnen nichts anhaben. Dabei ist es gerade diese Altersgruppe, die jetzt die Intensivstationen verstopft und so anderen Menschen die Plätze wegnimmt.
Es soll schon vielerorts zu Triagen kommen, das heißt, es muss entschieden werden, wer soll sterben und wer wird behandelt. Wären dagegen alle Menschen, geimpft, die dies könnten, müssten Ärzte diese fürchterliche Entscheidungen nicht fällen. Die Charité in Berlin hat beispielsweise alle planbaren Operationen verschoben.
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Ostdeutsche besonders oft ungeimpft
Traurig: Die Zahl der Ungeimpften ist in Ostdeutschland besonders hoch: Die neuen Bundesländer belegen die untersten Ränge der Impfstatistik. Während in Sachsen nur 59,4 Prozent der Bürger:innen vollständig geimpft sind, sind es in Bremen ganze 81,5 Prozent. Laut Forsa korreliert die mangelhafte Impfbereitschaft der Ostdeutschen mit dem fehlenden Vertrauen in die Bundesregierung. Der Vertrauensverlust in Medien und öffentliche Institutionen ist mit eine Folge der DDR-Diktatur, als der Staat nur Propaganda betrieb und Lügen zum Alltag gehörten.
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Migrationshintergrund
Menschen mit ausländischen Wurzeln werden nur schlecht von Impfkampagnen erreicht und sind dem entsprechend selten geimpft.
30 Prozent der Arbeitslosen gegen Impfung
Unter den Impfverweigerern ist die Gruppe der Arbeitslosen am größten. Das fanden Forscher des Max-Plancks-Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik heraus, die Daten aus 27 europäischen Ländern und aus Israel analysiert haben. Die Studie ergab, dass sich Menschen im unteren Viertel der Einkommenstabelle öfter der Impfung verweigern als Menschen mit höheren Einkommen. Besonders auffällig waren die Ergebnisse bei den arbeitslosen Bürgern: 28,5 Prozent der Arbeitslosen lehnten die Impfung ab oder zögerten noch. Die oft gesellschaftlich Abgehängten und Frustrierten lassen sich besonders schwer überzeugen. Politische-Überzeugung und Bildungsmangel verschärfen bei vielen Arbeitslosen die Situation zusätzlich.
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Je geringer die Bildung, desto geringer die Impfquote
Menschen mit geringer Bildung und Rentner sind verhältnismäßig oft Impfgegner. So lehnen 11,5 Prozent der Rentner und 15 Prozent Geringgebildete Impfungen ab. Ihnen fällt es meist schwerer, wissenschaftliche Zusammenhänge zu verstehen als Menschen mit höherer Bildung. Die Ablehnung der Impfung ist bei Realschülern mit 16 Prozent ähnlich niedrig. Bei den Abiturienten und vergleichbaren Abschlüssen liegt die Impfverweigerung bei nur neun Prozent.
Politische Einstellung
50 Prozent der Ungeimpften wählten bei der letzten Bundestagswahl im September die AfD. Weitere 15 Prozent der Ungeimpften wählten der Umfrage zufolge die Querdenker-Partei „Die Basis“. Unbeliebt bei Ungeimpften waren hingegen die drei größten demokratischen Fraktionen im Bundestag: Grüne, SPD und CDU (insbesondere die Grünen). Die FDP wurde von zehn Prozent der Ungeimpften gewählt.
Quellen: News.de, Focus








