Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Infantino hält am Verkauf der WM-Rechte unbeirrt fest

FIFA-Präsident Gianni Infantino bleibt trotz massiver Kritik an den Verkaufsplänen für WM-Anteile entschlossen. Die UEFA und andere Verbände lehnen den Vorschlag ab, während die FIFA einen offenen Konsultationsprozess betont und an den kommerziellen Aktivitäten festhalten will.

Gianni Infantino will an Verkauf der WM festhalten
Doha Stadium Plus Qatar from Doha, Qatar via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

Die Diskussion um den geplanten Verkauf von WM-Anteilen an private Investoren erreicht einen neuen Höhepunkt. Alle 55 Mitgliedsverbände der UEFA haben sich am Donnerstag für einen Boykott ausgesprochen, um gegen die Vorhaben von FIFA-Präsident Gianni Infantino (56) zu protestieren. In einer aktuellen Stellungnahme hat die FIFA nun auf die weltweite Kritik reagiert und bekräftigt, dass sie an ihrem Konsultationsprozess festhalten wird.

FIFA reagiert auf weltweite Kritik

In einer am Freitagmorgen veröffentlichten Erklärung äußerte sich die FIFA zu den Bedenken, die aus verschiedenen Teilen der Welt geäußert wurden. Die Organisation betonte: „Wir respektieren die öffentlich geäußerten Rückmeldungen und Bedenken und bekräftigen unser Bekenntnis zu einem offenen und demokratischen Konsultationsprozess.“ Weiterhin wurde klargestellt, dass der geplante Konsultationsprozess durch falsche Medienberichte gestört worden sei und dass alle Mitgliedsverbände die Möglichkeit haben sollten, ihre Stimme auf der Grundlage von Fakten abzugeben.

Position der FIFA und der Mitgliedsverbände

Die FIFA erklärte, dass ohne die Unterstützung der 211 Mitgliedsverbände die kommerziellen Aktivitäten der FIFA unverändert bleiben würden. „Die FFE würde nicht gegründet werden“, hieß es in der Mitteilung. Zudem wurde betont: „Niemand verkauft den Fußball. Das ist nichts, was die FIFA jemals in Betracht ziehen würde.“ Die FFE wurde als Möglichkeit vorgeschlagen, um sicherzustellen, dass alle Mitgliedsverbände die kommerziellen Chancen des Fußballs in ihren Ländern sinnvoll nutzen können, ohne den Geist oder die Führung der FIFA zu gefährden.

Widerstand gegen die Pläne von Infantino

Die UEFA und der Kontinentalverband Concacaf, der für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständig ist, haben sich entschieden gegen die Pläne von Infantino ausgesprochen. Der US-Fußballverband erklärte am Donnerstagabend: „U.S. Soccer steht an der Seite der Concacaf und ihrer Mitglieder.“ Angesichts der 55 Stimmen der Europäer und der 35 Stimmen aus Nord- und Mittelamerika wird es für Infantino schwierig, unter den 211 Mitgliedsverbänden eine Mehrheit zu erreichen.

Die FIFA plant, über die neu gegründete Tochtergesellschaft FFE mehr als vier Milliarden US-Dollar von externen Investoren einzuwerben, um zukünftige WM-Turniere zu organisieren. Die Mehrheitsbeteiligung an dieser Gesellschaft würde jedoch beim Weltverband verbleiben.

Mehr zum Thema

„`


Quellen: Bild

Bildquelle: Doha Stadium Plus Qatar from Doha, Qatar via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

TS