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Insolvenz: Deko-Händler Depot ist erneut insolvent

Die Deko-Kette Depot muss erneut Insolvenz anmelden und stellt einen Antrag auf Eigenverwaltung. Von der Pleite sind über 150 Filialen betroffen, während der stationäre Einzelhandel weiterhin mit Herausforderungen kämpft.

Insolvenz: Deko-Händler Depot ist erneut insolvent
KI-generiert

Die Herausforderungen im Einzelhandel setzen sich fort. Der Deko-Händler Depot sieht sich erneut mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert und hat einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Aschaffenburg eingereicht. Dies wurde von einer Gerichtssprecherin bestätigt.

Die vorläufige Eigenverwaltung wurde bereits angeordnet, und der Rechtsanwalt Thomas Rittmeister aus Frankfurt wurde als vorläufiger Sachwalter eingesetzt. Die „Lebensmittelzeitung“ berichtete zuvor über diesen Schritt.

Insolvenz und Filialschließungen

Depot hatte bereits im Jahr 2024 Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt, was zur Schließung zahlreicher Filialen führte. Aktuell betreibt das Unternehmen noch über 150 Geschäfte, jedoch gibt es keine Informationen zur Anzahl der Beschäftigten. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Großostheim, Bayern.

Die Probleme im stationären Einzelhandel sind vielfältig. Zu den Hauptursachen zählen die anhaltende Konsumzurückhaltung, wirtschaftliche Unsicherheiten infolge des Iran-Kriegs und der zunehmende Wettbewerb durch den Onlinehandel. Insbesondere seit der COVID-19-Pandemie hat sich der Einkauf stark ins Internet verlagert, was nicht nur den stationären Einzelhandel, sondern auch viele Innenstädte stark belastet.

Äußerungen des Unternehmens

„Wir wollen auf jeden Fall weitermachen und möglichst viele Filialen erhalten“, sagte Geschäftsführer Christian Gries der Deutschen Presse-Agentur. Er nannte als Gründe für die Insolvenz neben Zöllen auch die wachsende Konkurrenz durch Online-Plattformen wie Temu sowie die Kaufzurückhaltung der Kunden.

Gries betonte, dass die aktuelle Situation für den Handel äußerst herausfordernd sei, da viele Kunden stark auf die Preise achten. Preisreduzierungen seien jedoch auf lange Sicht kein tragfähiges Geschäftsmodell. Er rechnet mit weiteren Filialschließungen, kann jedoch noch keine genaue Zahl nennen. Das Unternehmen plant, alle Aspekte des Geschäftsmodells zu überprüfen und Gespräche mit Vermietern zu führen, um die Zukunft von Depot zu sichern.

Aktuelle Entwicklungen im Einzelhandel

Die Insolvenz von Depot ist nicht der einzige Fall in der Branche. Auch andere Einzelhändler, wie der Discounter Mäc Geiz, haben in letzter Zeit Insolvenz angemeldet. Diese Entwicklungen verdeutlichen die anhaltenden Schwierigkeiten, mit denen der stationäre Einzelhandel konfrontiert ist.

Die Situation im Einzelhandel bleibt angespannt, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage für Depot und andere betroffene Unternehmen entwickeln wird.


Quellen: t-online, Handelsblatt

Ronny Winkler