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Insolvenz von großer Spielwaren-Kette: 104 Filialen betroffen

Ein bedeutender Spielwarenhändler hat Insolvenz angemeldet, betroffen sind 104 Filialen und rund 2000 Mitarbeiter. Das Unternehmen plant eine Sanierung in Eigenverwaltung, um die wirtschaftliche Zukunft zu sichern.

Insolvenz von großer Spielwaren-Kette: 104 Filialen betroffen

Insolvenz eines bedeutenden Spielwarenhändlers: 104 Filialen betroffen

Ein namhafter Spielwarenhändler in Deutschland hat Insolvenz angemeldet. Das Familienunternehmen ROFU Spielwarenhandelsgesellschaft GmbH aus Hoppstädten-Weiersbach in Rheinland-Pfalz hofft, durch diesen Schritt eine Wende herbeizuführen.

Die Insolvenz betrifft die Zukunft von rund 2000 Mitarbeitern, deren Situation derzeit ungewiss ist. Als Hauptgründe für die Insolvenz führt das Unternehmen ein schwaches Weihnachtsgeschäft sowie eine anhaltende Zurückhaltung der Konsumenten an. Darüber hinaus sind die Kosten in sämtlichen Bereichen gestiegen und der Wettbewerb hat sich intensiviert.

ROFU Kinderland in der Insolvenz: Nächste Schritte

Der Insolvenzantrag wurde beim Amtsgericht Idar-Oberstein eingereicht. Am 19. Januar wurde ein vorläufiges Verfahren angeordnet, das in Eigenverwaltung durchgeführt werden soll. Dies bedeutet, dass das bestehende Management weiterhin im Amt bleibt, jedoch Unterstützung von Sanierungsexperten erhält. Zudem hat das Gericht eine vorläufige Sachwalterin eingesetzt, die das Verfahren überwacht und die Interessen der Gläubiger sichert. Ziel des Verfahrens in Eigenverwaltung ist es, das Unternehmen wirtschaftlich und strukturell neu auszurichten. Ob dies gelingt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

ROFU Kinderland hat bereits alle knapp 2000 Mitarbeiter über die aktuelle Lage informiert. Die Gehälter sind für die nächsten drei Monate durch das Insolvenzgeld abgesichert.

Über ROFU Kinderland

ROFU Kinderland ist ein familiengeführtes Unternehmen, das sich auf den Verkauf von Spielwaren und Babyartikeln spezialisiert hat. Es hat sich als einer der führenden Fachhändler in Deutschland etabliert, insbesondere im Südwesten des Landes. Der Betrieb umfasst 104 Filialen, die sich über sieben Bundesländer verteilen.

Seit über 40 Jahren bietet das Unternehmen Spielwaren aller bekannten Marken an. Das Sortiment umfasst auch Kinderbücher, Schulmaterialien, Bastelsets, Puzzles und Gesellschaftsspiele. Zudem finden Kunden in den Geschäften saisonale Dekorationsartikel und Kostüme für Fasching.

Fortführung des Verkaufs und Sanierungspläne

Der Verkauf in den Filialen wird vorerst ohne Einschränkungen fortgesetzt. Auch im Online-Shop können Kunden weiterhin wie gewohnt einkaufen, erklärt Geschäftsführer Michael Fuchs. In der Zwischenzeit plant das Unternehmen Gespräche mit Lieferanten und Geschäftspartnern, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. In den vergangenen Monaten wurde bereits ein Sanierungskonzept entwickelt, dessen Maßnahmen nun weiter umgesetzt werden sollen, so Fuchs.

Aktuell ist eine Welle von Insolvenzen durch Deutschland zu beobachten. Auch viele große und etablierte Unternehmen sind von den wirtschaftlichen Schwierigkeiten betroffen, selbst Weltmarktführer bleiben nicht verschont.

Bildquelle: Claus Ableiter via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Ronny Winkler