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Wellinger scheitert bei Flug-WM in Oberstdorf

Andreas Wellinger überraschend ausgeschieden, muss im Einzel zuschauen. Quartett qualifiziert sich mühelos für das Fliegen der besten 40.

Frust in Oberstdorf: Andreas Wellinger ist bei der Flug-WM nicht dabei. (Archivbild)
Foto: Daniel Karmann/dpa

Andreas Wellinger, Skisprung-Olympiasieger, hat bei der Flug-WM in Oberstdorf überraschend in der internen Ausscheidung versagt und wird im Einzel zuschauen müssen. Nach den beiden Trainingsflügen am Donnerstag hat Bundestrainer Stefan Horngacher stattdessen Philipp Raimund, Felix Hoffmann, Pius Paschke und Karl Geiger ausgewählt. Der Einzelwettbewerb findet am Freitag und Samstag über vier Durchgänge statt.

Das Quartett, das nominiert wurde, qualifizierte sich vor 3.700 Zuschauern problemlos für das Fliegen der besten 40. Geiger schnitt mit einem Flug auf 210,5 Metern als 10. am besten ab, gefolgt von Raimund (15.), Hoffmann (26.) und Paschke (28.). Der Slowene Domen Prevc (228,5 Meter) und Österreichs Stephan Embacher (227 Meter) setzten sich von der Konkurrenz ab. Prevc erreichte die beeindruckende Weite trotz eines deutlich verkürzten Anlaufs.

Bundestrainer: «Sehr, sehr eng»

Für Wellinger könnte das Wochenende bereits beendet sein, bevor es richtig angefangen hat. «Es hat die Sprungqualität entschieden. Es war sehr, sehr eng. Wir haben uns lange beraten und sind zu dieser Entscheidung gekommen», sagte Horngacher an der Heini-Klopfer-Schanze.

Der 30-jährige Wellinger erleidet durch das interne Aus im Allgäu einen schweren Rückschlag auf dem Weg zu Olympia. Ein Start im Teamwettbewerb am Sonntag ist noch möglich. Allerdings kann Wellinger nun nicht mehr durch eigene Sprünge überzeugen und muss darauf hoffen, dass seine Teamkollegen im Einzelwettbewerb Schwächen zeigen, um einen Platz im Quartett zu erhalten.

Vor zwei Jahren hatte der Bayer bei der Skiflug-WM in Bad Mitterndorf in Österreich noch Silber im Einzel gewonnen und als Schlussspringer das Team zu Bronze geführt.

Wellinger hat in diesem Winter bisher keine sportliche Rolle gespielt, weder bei der Vierschanzentournee noch im Weltcup, trotz seines Olympiasiegs von 2018.

dpa