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FC Bayern-Transfer von Nicolas Jackson droht zu scheitern

Chelsea stoppt Transfer und Spieler muss zurück nach London – Bayern in Unsicherheit über Deal.

Nicolas Jackson soll die Offensive beim FC Bayern München verstärken - aber kommt es auch dazu?
Foto: Petr David Josek/AP/dpa

Der Wechsel des senegalesischen Fußball-Nationalspielers Nicolas Jackson zum FC Bayern droht auf der Zielgeraden überraschend zu scheitern. Das Portal «The Athletic» berichtete, Chelsea habe dem Transfer einen Riegel vorgeschoben und den Spieler angewiesen, nach London zurückzukehren. Hintergrund sei die Verletzung von Liam Delap, der sich bei Chelseas 2:0 gegen Fulham eine Muskelverletzung zuzog und wochenlang ausfallen dürfte.

«Das ist alles jetzt passiert. Wir werden uns ganz in Ruhe damit nach dem Spiel beschäftigen, werden uns Gedanken machen, werden schauen, was passiert – und dementsprechend auch agieren», sagte Bayern-Sportvorstand Max Eberl vor dem Auswärtsspiel der Münchner beim FC Augsburg bei Sky: «Ich kann jetzt selber noch nicht genau sagen, was los ist.»

Jackson schon in München gelandet 

Jackson kam am späten Nachmittag in München für den Medizincheck an, um danach den Vertrag bei den Bayern zu unterschreiben. Gemäß übereinstimmenden Medienberichten wurde eine Leihgebühr in Höhe von 15 Millionen Euro vereinbart, einschließlich einer Kaufoption für die kommende Saison. Die Ablösesumme soll dann 65 Millionen Euro betragen.

Auf die Modalitäten angesprochen sagte Eberl: «Das Leben ist kein Konjunktiv.» Transfers seien erst «dann in trockenen Tüchern, wenn Unterschriften da sind», ergänzte Eberl: «Der Junge ist da – und jetzt schauen wir mal, was passiert.» Die Münchner sind nach zahlreichen Abgängen auf der Suche nach Verstärkung in der Offensive. Vom Aufsichtsrat wurde ein Leihgeschäft genehmigt.

https://x.com/FabrizioRomano/status/1961785496037671294

Eberl hatte Jackson schon öffentlich gelobt

In den vergangenen Wochen wurde Jackson bereits als möglicher Neuzugang bei den Münchnern gehandelt. Bayerns Sportvorstand Max Eberl hatte kürzlich am Rande des DFB-Pokalspiels beim SV Wehen Wiesbaden Interesse an dem Angreifer bekundet. «Wenn wir einen Spieler finden, der körperlich bereit ist, der Tore macht, Assists hat, der schon Erfahrung gesammelt hat. Den Spieler würden wir gerne leihen», sagte Eberl und ergänzte auf Nachfrage: «Wenn ich seine Vita lese, kann er das.»

Ursprünglich plante Chelsea Jackson, ihn auch von der Gehaltsliste zu streichen. Der neue Cheftrainer Enzo Maresca hatte ihn zu Beginn der Saison in den ersten beiden Premier-League-Spielen nicht berufen. Dem Angreifer wurde sogar geraten, sich eine Alternative zu suchen. Nun scheint sich jedoch das Blatt gewendet zu haben.

dpa