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Jan Böhmermann kritisiert WDR-Entscheidung zur Abschaffung von COSMO

Jan Böhmermann äußert in seinem Podcast Empörung über die geplante Abschaffung des WDR-Radiosenders COSMO, den er als wichtig für mehrsprachige Programme und diverse Hörerschaften betrachtet. Er kritisiert den Sparkurs im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und hebt die Bedeutung des Senders für die …

WDR streicht Sender: Jan Böhmermann ist empört
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Jan Böhmermann äußert scharfe Kritik an WDR-Programmänderung

In seinem aktuellen Podcast hat Jan Böhmermann, Moderator beim ZDF, die geplante Schließung des WDR-Radiosenders COSMO heftig angeprangert. Diese Entscheidung des WDR-Rundfunkrats sorgte für große Empörung bei Böhmermann, der am 7. Juni in seinem Podcast deutlich machte, dass er die Bedeutung des Senders trotz seiner eigenen Hörgewohnheiten anerkennt.

Böhmermann betonte, dass COSMO mehrsprachige Programme in Sprachen wie Türkisch, Kroatisch und Serbisch anbietet und damit eine Hörerschaft erreicht, die von anderen öffentlich-rechtlichen Sendern oft vernachlässigt wird. Er hob hervor, dass bei COSMO einige der talentiertesten Mitarbeiter im öffentlich-rechtlichen Radio tätig waren und dass der Sender als Sprungbrett für viele Medienmacher diente.

Kritik an der Rundfunkreform und dem Sparkurs

Der Moderator äußerte sich auch kritisch zur laufenden Rundfunkreform, die in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten diskutiert wird. Er stellte fest, dass die Sender unter politischem Druck stehen und Entscheidungen treffen, die sie möglicherweise in Zukunft bereuen werden. Böhmermann bezeichnete den Plan des WDR, die Redaktion von COSMO in den Jugendsender 1Live zu integrieren und einen neuen Sender namens „1Live Street“ zu gründen, als „mega-schief“.

Er warnte davor, dass das Streichen von Inhalten, die zum Kernauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gehören, eine der schlechtesten Entscheidungen sei, die man treffen könne. Böhmermann kritisierte zudem die Vielzahl an Popwellen im Radio, die seiner Meinung nach wenig originelle Inhalte bieten, während die Sender, die kreative Programme produzieren, unter Sparmaßnahmen leiden müssen.

Initiative zur Rettung von COSMO

COSMO, ein internationales und interkulturelles Hörfunkprogramm, wird seit 1998 vom WDR in Zusammenarbeit mit Radio Bremen und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg produziert. Der Sender, der 2017 umbenannt wurde, soll im Rahmen einer Neustrukturierung mit 1LIVE und 1LIVE DIGGI zusammengelegt werden. Diese Maßnahme zielt darauf ab, jüngere Hörer und Menschen mit internationalen Hintergründen besser zu erreichen.

In den letzten Tagen haben zahlreiche prominente Künstler und Musiker, darunter Herbert Grönemeyer und Luisa Neubauer, eine Petition ins Leben gerufen, um COSMO zu retten. Die Initiative „Save Cosmos“ hat bereits viele Unterstützer gewonnen, die sich gegen die geplante Schließung des Senders aussprechen.


Quellen: t-online

Bildquelle: KI generiert

Ronny Winkler