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„Jobs in Krisenzeiten: Branchen, die weiterhin Personal suchen“

Trotz einer stagnierenden Konjunktur zeigt sich in einigen Branchen ein leichter Anstieg an Stellenangeboten. Besonders im öffentlichen Sektor, der Energiebranche und im Handwerk bleibt die Nachfrage nach Fachkräften hoch, während andere Bereiche wie Gastronomie und IT Rückgänge verzeichnen.

Wo es trotz Konjunkturflaute noch Jobs gibt
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Stagnation auf dem Arbeitsmarkt: Neue Chancen in bestimmten Branchen

Im August 2023 blieb die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland weiterhin schwach, wie der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit zeigt. Diese “Seitwärtsbewegung” auf dem Arbeitsmarkt verdeutlicht die Herausforderungen, mit denen Unternehmen konfrontiert sind.

Positive Entwicklungen in verschiedenen Sektoren

Trotz der stagnierenden Gesamtlage gibt es in mehreren Branchen ein “leichtes Stellenplus” im Vergleich zum Vorjahr. Besonders im öffentlichen Sektor, im Finanzwesen sowie in der Energie- und Wasserwirtschaft und im verarbeitenden Gewerbe sind neue Stellen zu verzeichnen.

Fachkräftemangel und Ausbildungsmarkt

Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt bleibt angespannt. Unternehmen sind auf der Suche nach Fachkräften, um offene Stellen zu besetzen. Ein Blick auf die Karriereseiten großer Firmen zeigt, dass beispielsweise Siemens Energy Servicetechniker für Windkraftanlagen und Ingenieure sucht. Auch MAN hat Stellen für Mechatroniker, Elektriker und Servicetechniker ausgeschrieben. Kleinere Unternehmen im Umwelt- und Energiesektor sind ebenfalls auf der Suche nach neuen Mitarbeitenden.

Demografische Veränderungen als Herausforderung

Der demografische Wandel trägt erheblich zur Lücke im Arbeitsmarkt bei. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, dass der Renteneintritt der Babyboomer, also der geburtenstarken Jahrgänge von 1954 bis 1969, den deutschen Arbeitsmarkt stärker belasten wird als bisher angenommen. Bis 2036 erreichen jährlich etwa 1,3 Millionen dieser Arbeitnehmer das Rentenalter.

Branchen mit hohem Bedarf an Arbeitskräften

Besonders betroffen sind die Bereiche Gesundheit, Pflege und Erziehung, in denen weiterhin unbesetzte Stellen existieren. Bernd Fitzenberger, Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), betont, dass auch im Handwerk, in vielen Verkaufsberufen und in der Gastronomie Fachkräfte gesucht werden. Im Bauwesen sind Unternehmen bereit, selbst auszubilden, haben jedoch Schwierigkeiten, geeignete Kandidaten zu finden.

Rüstungsindustrie zeigt Wachstum

Während in der Automobilindustrie und bei Zulieferern Stellen abgebaut werden, verzeichnet die Rüstungsindustrie ein deutliches Plus bei den Jobangeboten. Unternehmen wie Rheinmetall in Düsseldorf und die Renk Group in Augsburg suchen vor allem erfahrene Fachkräfte. Dennoch ist die Verteidigungsindustrie im Vergleich zur Autoindustrie ein kleiner Sektor, was bedeutet, dass nicht alle entlassenen Mitarbeiter aus der Automobilbranche dort eine neue Anstellung finden können.

Mobilität als entscheidender Faktor

Fitzenberger weist darauf hin, dass vor allem in den Metropolen ein Beschäftigungswachstum zu beobachten ist, insbesondere im Dienstleistungssektor. Wer auf Jobsuche ist, muss häufig auch einen Umzug in Betracht ziehen. Dies kann jedoch durch fehlenden Wohnraum in Städten wie München erschwert werden, was die Chancen auf eine Anstellung mindert.

Hoffnung auf wirtschaftliche Erholung

Der erhoffte Aufschwung auf dem deutschen Arbeitsmarkt blieb bislang aus, auch aufgrund geopolitischer Spannungen wie dem Iran-Konflikt. Jens Geiger, Geschäftsführer des Schotter- und Steinwerks Weißenburg, betont, dass ihm die Planungssicherheit für den Betrieb fehlt. Wirtschaftsinstitute berichten jedoch von einer sich verbessernden Stimmung in der Exportwirtschaft, was auf eine mögliche Erholung hindeutet. Laut Geraldine Dany-Knedlik, Konjunkturchefin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), zeigt die deutsche Wirtschaft erste Anzeichen einer Stabilisierung.

Dennoch wird es einige Zeit dauern, bis sich diese positiven Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt niederschlagen, da dieser in der Regel zeitverzögert auf wirtschaftliche Veränderungen reagiert.

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Quellen: tagesschau

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Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS