Der ehemalige deutsche Nationalspieler Kerem Demirbay hat sich in einem Interview über seine Zeit im DFB-Team geäußert und dabei deutliche Worte gefunden. Seine letzten Einsätze für die Nationalmannschaft liegen bereits einige Jahre zurück, und die Rückschau fällt für ihn alles andere als positiv aus.
Kerem Demirbay zieht Bilanz: Erfahrungen mit der Nationalmannschaft im Fokus

Der ehemalige deutsche Nationalspieler Kerem Demirbay hat sich in einem Interview über seine Zeit im DFB-Team geäußert und dabei deutliche Worte gefunden. Seine letzten Einsätze für die Nationalmannschaft liegen bereits einige Jahre zurück, und die Rückschau fällt für ihn alles andere als positiv aus.
Debüt im DFB-Team und kritische Rückschau
Demirbay, der im Juni 2017 unter Bundestrainer Joachim Löw sein Debüt gab, kam in seinem zweiten Länderspiel im Rahmen des Confederations Cup gegen Kamerun zum Einsatz, wo er ein Tor erzielte. Jedoch bleibt ihm dieser Erfolg in negativer Erinnerung. In einem Gespräch mit dem türkischen Journalisten Yagiz Sabuncuoglu erklärte er: “Ich wollte für die Türkei spielen, wir haben den Verband eineinhalb Jahre lang umworben. Aber wegen gewissen Dingen, über die ich nicht sprechen kann, musste ich mich für Deutschland entscheiden.”
Konflikte und persönliche Identität
Ein besonderes Augenmerk legt Demirbay auf die Umstände, die zu seiner Nominierung führten. Er ist enttäuscht, dass er während seiner erfolgreichsten Phasen in der Bundesliga nicht mehr für die Nationalmannschaft berufen wurde. “Du holst mich in der Zeit, in der ich richtig durchstarte, nicht mehr zur Nationalmannschaft? Ich wurde als Ausländer betrachtet”, sagte er. Er fügte hinzu: “Ich würde nie wieder für Deutschland spielen, selbst wenn sie mich jetzt anrufen würden.”
Persönliche Identität und Bedauern
Der zentrale Mittelfeldspieler, der seit Januar 2026 für Kasimpasa in der Türkei spielt, betont seine türkischen Wurzeln: “Mein Blut ist türkisch. Mein Vater ist Türke, meine Mutter ist Türkin – ich bin ein Türke.” Seine Enttäuschung über die verpasste Chance, für die türkische Nationalmannschaft zu spielen, beschreibt er als sein größtes Bedauern: “Mein größtes Bedauern wird immer sein, nie das Trikot der türkischen Nationalmannschaft getragen zu haben.”
Demirbay zieht damit ein klares Resümee über seine Erfahrungen im DFB-Team und bleibt dabei unmissverständlich bei seiner Position.
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