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Kimmich muss zurück ins Mittelfeld! Babbel fordert radikalen DFB-Umbau vor Paraguay

Joshua Kimmich auf der rechten Abwehrseite? Für Markus Babbel ist das einer der größten Fehler von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Nach der Niederlage gegen Ecuador fordert der Ex-Nationalspieler im Football Monday Podcast einen sofortigen Kurswechsel. Kimmich müsse wieder ins zentrale Mittelfeld, damit Deutschland bei der Weltmeisterschaft noch eine Chance habe.

Foto: Newsflash24

Für Babbel ist die Kimmich-Debatte längst entschieden

Nach der überraschenden Niederlage gegen Ecuador ist die Diskussion um die deutsche Nationalmannschaft in vollem Gange. Während viele über fehlende Aggressivität oder mangelnde Chancenverwertung sprechen, macht Markus Babbel im Football Monday Podcast ein ganz anderes Problem aus.

Für ihn steht fest: Joshua Kimmich gehört nicht auf die rechte Abwehrseite. „Joshua Kimmich ist rechts hinten verschenkt.

Mit dieser klaren Aussage bringt der ehemalige Nationalspieler auf den Punkt, was ihn seit mehreren Spielen beschäftigt. Für Babbel verliert Deutschland auf dieser Position einen seiner wichtigsten Spieler – und verschenkt gleichzeitig enormes Potenzial.

Kimmich kann das Spiel nur im Zentrum lenken

Babbel erinnert daran, warum Joshua Kimmich seit Jahren zu den besten Mittelfeldspielern Europas gehört. Beim FC Bayern zieht er im Zentrum die Fäden, bestimmt das Tempo und organisiert das Spiel seiner Mannschaft.

Genau diese Qualitäten fehlen der deutschen Nationalmannschaft derzeit. „Auf der Sechs hat er einen ganz anderen Einfluss auf die Mannschaft.

Rechts hinten müsse Kimmich dagegen ständig zwischen Defensivarbeit und Offensivläufen pendeln. Dadurch verliere er genau die Kontrolle, die Deutschland im Zentrum so dringend benötige.

Babbel versteht Nagelsmanns Entscheidung nicht

Besonders kritisch sieht Babbel, dass Julian Nagelsmann trotz der offensichtlichen Probleme an seiner Idee festhält. Selbst nach der Niederlage gegen Ecuador rechnet der Ex-Profi nicht mit einem Umdenken. „Er wird das nicht ändern.

Für Babbel liegt der Grund auf der Hand. Der Bundestrainer wolle sich keinen Fehler eingestehen. Statt auf die aktuelle Form zu schauen, berufe sich Nagelsmann immer wieder auf vergangene Statistiken und frühere Turniere.

Du musst doch den Ist-Zustand anschauen.“ Genau daran fehle es aktuell.

Pavlovic zahlt den Preis

Mit seiner Forderung nach einem Kimmich-Wechsel verbindet Babbel automatisch auch eine Personalentscheidung im Mittelfeld. Aleksandar Pavlovic habe großes Potenzial, befinde sich aktuell aber nicht in seiner besten Phase.

Der ehemalige Nationalspieler vermutet, dass dem jungen Bayern-Profi die enorme Belastung der vergangenen Monate anzumerken sei. „Ich habe das Gefühl, diese Weltmeisterschaft kommt für ihn noch einen Tick zu früh.“ Für Babbel wäre deshalb eine Pause keine Bestrafung, sondern eine logische Maßnahme.

Deutschland verschenkt seine größte Stärke

Für Babbel geht die Diskussion längst über eine einzelne Position hinaus. Er glaubt, dass Deutschland aktuell seine größte Stärke selbst schwächt.

Ein Weltklassespieler wie Joshua Kimmich müsse dort eingesetzt werden, wo er den größten Einfluss auf das Spiel nehmen könne. „Er kommt überhaupt nicht ins Turnier rein.

Gerade gegen Paraguay brauche Deutschland mehr Kontrolle im Zentrum, mehr Ruhe am Ball und mehr Struktur im Spielaufbau. All das könne Kimmich auf seiner Lieblingsposition deutlich besser liefern.

Die Kritik wird immer deutlicher

Im Verlauf der Podcast-Folge wird klar, dass Babbel nicht nur die Personalie Kimmich beschäftigt. Immer wieder kritisiert er Julian Nagelsmanns Umgang mit Einwänden ehemaliger Nationalspieler.

Wir wollen ihm doch helfen. Das ist doch keine Kritik.“ Für Babbel gehe es nicht darum, den Bundestrainer öffentlich anzugreifen.

Vielmehr wolle man Erfahrungen weitergeben, die man selbst auf höchstem Niveau gesammelt habe. Dass Nagelsmann diese Hinweise offenbar ignoriere, bereite ihm Sorgen.

Paraguay wird zum Charaktertest

Vor dem Sechzehntelfinale gegen Paraguay erwartet Babbel deshalb nicht nur eine sportliche Reaktion.

Er fordert auch mutige Entscheidungen. Rotation. Neue Impulse.

Und vor allem Joshua Kimmich wieder im Mittelfeld. Denn nur so könne Deutschland die notwendige Kontrolle über das Spiel zurückgewinnen. „Wenn wir nicht an die 100 Prozent kommen, haben wir gegen die Großen keine Chance.“ Die Warnung des Ex-Nationalspielers ist eindeutig.

Jetzt ist Nagelsmann gefordert

Mit Paraguay wartet ein Gegner, den Deutschland auf dem Papier schlagen muss. Doch für Markus Babbel entscheidet nicht allein die Qualität der Mannschaft über den Ausgang der Partie.

Auch der Bundestrainer steht im Fokus. Ob Julian Nagelsmann an seiner bisherigen Linie festhält oder doch auf die Kritik reagiert, könnte entscheidend für den weiteren Turnierverlauf werden.

Für Babbel steht die wichtigste Personalentscheidung jedenfalls längst fest: Joshua Kimmich gehört zurück ins zentrale Mittelfeld. Erst dann könne Deutschland sein volles Potenzial ausschöpfen und mit realistischen Hoffnungen in die entscheidenden WM-Spiele gehen.

TS