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Köln entscheidet über Olympia-Bewerbung

In Köln und 16 weiteren Städten in NRW stimmen die Bürger über eine Olympia-Bewerbung für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 ab. Die Auszählung der Stimmen hat begonnen, und erste Ergebnisse werden am Abend erwartet.

Bürgerentscheid in Köln zur Olympia-Bewerbung gestartet
YL Lew auf Pexels

Abstimmung über Olympia-Bewerbung in Köln und NRW

In Nordrhein-Westfalen haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, über eine Bewerbung für die Olympischen Spiele abzustimmen. In Köln sowie in 16 weiteren Städten des Bundeslandes fand am Sonntag ein Bürgerentscheid statt, der die Teilnahme an der Olympia-Kandidatur für die Jahre 2036, 2040 oder 2044 zum Thema hatte. Die Auszählung der Stimmen in Köln begann um 18 Uhr.

Insgesamt waren in Köln etwa 812.000 Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die Abstimmungsunterlagen konnten bis 16 Uhr in den entsprechenden Auszählungsbüros abgegeben werden. Die ersten Ergebnisse werden für 19.30 Uhr erwartet, während das endgültige Ergebnis am späten Abend bekannt gegeben werden soll. In Deutz ist eine zentrale Veranstaltung mit dem Ministerpräsidenten und dem Oberbürgermeister geplant.

Ergebnisse und Anforderungen an die Abstimmung

Für die Gültigkeit eines positiven Votums ist in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern, wie Köln, eine Zustimmung von mindestens zehn Prozent der Wahlberechtigten erforderlich. Sollte das Ergebnis in einer Stadt negativ ausfallen, wird diese aus der Bewerbung ausgeschlossen. In diesem Fall sind alternative Konzepte für Sportstätten vorgesehen.

Eine Umfrage ergab, dass 54 Prozent der Befragten in den 17 Städten für eine Bewerbung stimmen würden. Neben Köln sind auch Städte wie Aachen, Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Herten, Krefeld, Leverkusen, Mönchengladbach, Monheim am Rhein, Oberhausen, Pulheim, Recklinghausen und Wuppertal an der Abstimmung beteiligt.

Olympia-Konzept und weitere Bewerbungen

Das Konzept für die Olympiabewerbung in Nordrhein-Westfalen setzt auf die Nutzung bestehender Sportstätten und plant, Neubauten zu vermeiden. In Köln sind ein temporäres Leichtathletikstadion und ein Athletendorf vorgesehen. Der Ministerpräsident hat die Spiele als „spektakulär, kompakt und nachhaltig“ beschrieben und einen Zuschauerrekord von 14 Millionen Tickets in Aussicht gestellt.

Ein positives Votum der Bürger würde jedoch nicht automatisch zur Vergabe der Olympischen Spiele führen, da sich auch andere Städte wie München, Hamburg und Berlin um die Austragung bewerben. München hatte bereits eine Zwei-Drittel-Mehrheit bei seinem Bürgerentscheid erzielt, während Hamburg am 31. Mai abstimmen wird. Berlin plant, das Abgeordnetenhaus entscheiden zu lassen.

Der Deutsche Olympische Sportbund wird am 26. September über den deutschen Bewerber entscheiden. Bis Anfang Juni haben die Städte die Möglichkeit, ihre Konzepte zu überarbeiten. Das Internationale Olympische Komitee wird voraussichtlich erst 2027 über den endgültigen Austragungsort entscheiden.

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Bildquelle: YL Lew auf Pexels

Ronny Winkler