Auf der Luxemburger Straße in Köln, wo seit einem Jahr Tempo 30 gilt, haben mobile Blitzer festgestellt, dass fast jeder fünfte Autofahrer die Geschwindigkeitsbegrenzung missachtet. Täglich nutzen über 20.000 Fahrzeuge diese Straße.
Köln: Tempo-30-Blitzer auf der Luxemburger Straße erfassen zahlreiche Raser

Kontrollen in der Tempo-30-Zone auf der Luxemburger Straße
Seit einem Jahr gilt auf der Luxemburger Straße in Köln eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h. Trotz dieser Regelung halten sich viele Autofahrer nicht an die Vorgaben. Die Stadt Köln hat in diesem Jahr an zwölf Tagen mobile Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt, bei denen festgestellt wurde, dass fast jeder fünfte Fahrer zu schnell unterwegs war.
Die Luxemburger Straße wird täglich von über 20.000 Fahrzeugen befahren. Die Kontrollen ergaben, dass ein erheblicher Teil der Autofahrer die Geschwindigkeitsbegrenzung ignoriert. Ein Stadtsprecher berichtete, dass zwischen 15 und 20 Prozent der Fahrzeuge die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschreiten. Die Überwachungsmaßnahmen umfassten insgesamt 205 Stunden, in denen pro Stunde mehr als 500 Fahrzeuge erfasst wurden.
Hohe Geschwindigkeitsüberschreitungen und Bußgelder
Im Jahr 2020 wurden auf der Luxemburger Straße bereits zwischen 15.000 und 20.000 Geschwindigkeitsverstöße registriert. Autofahrer, die innerorts zu schnell fahren, müssen mit einem Verwarngeld von mindestens 30 Euro rechnen, was zu Einnahmen im mittleren sechsstelligen Bereich für die Stadt führt. Konkrete Zahlen zu den geblitzten Fahrzeugen wurden jedoch nicht veröffentlicht.
Ein besonders auffälliger Fall war ein Autofahrer, der mit einer Geschwindigkeit von 90 km/h gemessen wurde. Dieser Verstoß wurde jedoch nicht durch einen Blitzer, sondern durch ein Seitenradarmessgerät festgestellt, welches keine offiziellen Kontrollen durchführt. Daher blieb ihm ein Bußgeld von über 500 Euro sowie ein zwei Monate andauerndes Fahrverbot erspart.
Verkehrsversuch zur Reduzierung des Verkehrsaufkommens
Die Einführung der Tempo-30-Regelung auf der Luxemburger Straße wurde vorgenommen, um den Lärmschutz für Anwohner zu verbessern. Die Stadt plant nun, im Rahmen eines Verkehrsversuchs zu prüfen, ob die Straße in Zukunft nur noch einspurig befahrbar sein kann. Dies ist eine Reaktion auf die anhaltend hohen Lärmmessungen in diesem Bereich.
Aktuelle Messungen zeigen, dass zwischen 20.300 und 22.600 Fahrzeuge täglich die Pendlerroute nutzen. Diese Straße stellt für viele Berufstätige eine wichtige Verbindung zur Innenstadt dar. Ein Stadtsprecher betonte, dass die hohe Anzahl an Geschwindigkeitsüberschreitungen eine regelmäßige Überwachung der Geschwindigkeitsbegrenzung erforderlich macht.
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Quellen: t-online, tagesschau
Bildquelle: depositphotos
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